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    GATE 01: EVIDENCE SCAN
    Real Estate Alpha Engine · Asset-Grade Intelligence · M&A Readiness

    AlphaEngine.

    AME transformiert Immobilien-Portfolios in transaktionssichere Assets. Durch die Integration von Energiedaten und audit-geprüfter Validierung heben wir den Marktwert nachhaltig.

    Live-Bewertung · Stranding-Risiko

    Dynamischer
    Brown Discount Kalkulator.

    Der Immobilienmarkt hat sich gedreht. Der Wert Ihres Portfolios bemisst sich heute an seiner energetischen Belastbarkeit . Testen Sie das Stranding-Risiko Ihres Assets live.

    40
    2010
    Simuliertes Stranding-Jahr
    2032
    30.8%
    Brown-Discount-Risiko
    +16.9%
    ESG-Wertsteigerung

    Durchschnittlicher Beleihungsauslauf (LTV)73.5%

    Hebel-Matrix.

    Identifizieren Sie die Treiber Ihrer Portfoliorendite an der Schnittstelle zum Energiemarkt.

    Werttreiber im Fokus

    Valuation Alpha als Burggraben.

    Präzise Modellierung der energetischen Wertkomponente zur Vermeidung von Brown Discounts.

    Prüfstandard
    AME Standard
    Transaktionsreife
    Datenraum-fähig
    Nachweis-Register
    Asset Integrity100%
    Remediation MeshLevel 6
    Datenraum-fähig

    Souveränität
    für Investoren.

    AME übersetzt technische Fakten in finanzielle Argumente für Ihre Transaktion. Das AME Evidence Register macht diese Fakten in Ihrem Datenraum nachprüfbar.

    • Validiertes Asset-Reporting
      Prüfungssichere Aufbereitung aller ESG-Kennzahlen.
    • LTV-Maximierung
      Optimierung von Finanzierungskonditionen durch technische Validität.
    • Deal-Security
      Minimierung von Transaktionsrisiken durch Nexus-gestützte Forensik.

    Abgrenzung

    Was dieser Sektor umfasst

    Der Sektor Immobilien beschreibt den Markt und seine Unternehmen: Immobilienwirtschaft, Portfolios, Projekt- und Bestandsentwicklung. Er betrachtet Wohnen, Büro, Einzelhandel, Logistik sowie Hotel- und andere Betreiberimmobilien aus der Sicht der jeweiligen Eigentümer. Die Immobilienbewertung ist eine Leistung innerhalb dieses Sektors, nicht der Sektor selbst; ebenso ist das Asset Management eine eigene Leistung, die Bestände steuert. Energiebeschaffung und Energieinfrastruktur gehören zum Sektor Energie, Gesundheits- und Pflegeimmobilien werden gemeinsam mit dem Sektor Gesundheit betrachtet, PropTech-Unternehmen gemeinsam mit Tech & Growth.

    Ausgangslage im Markt

    Eigentümer und Bestandshalter entscheiden heute unter mehreren gleichzeitigen Anforderungen. Die folgenden Punkte prägen fast jede Objekt- und Portfoliofrage, unabhängig davon, ob ein einzelnes Haus oder ein Bestand mit vielen Objekten betrachtet wird.

    • Portfolios und Einzelobjekte einordnen

      Objektqualität, Nutzung, Mietvertragsstruktur und Ertrag müssen gemeinsam betrachtet werden, bevor eine Maßnahme priorisiert wird. Eine Kennzahl allein, etwa die Anfangsrendite, verdeckt oft, wo Ertrag, Kosten und Risiko tatsächlich entstehen.

    • Finanzierung und Kapitaldienst

      Anschlussfinanzierungen, Beleihungsauslauf und Kreditauflagen entscheiden mit darüber, welche Objekte ihren Kapitaldienst tragen. Wer Fälligkeiten und Sensitivitäten früh kennt, hat mehr Optionen als Verlängern zu den Konditionen des Stichtags.

    • Energetische Anforderungen und Bestandsqualität

      Gebäudeenergiegesetz, europäische Gebäuderichtlinie und Dekarbonisierungspfade wie CRREM (Carbon Risk Real Estate Monitor) verändern, wie Mieter, Banken und Käufer ein Objekt ansehen. Der energetische Zustand wirkt damit auf Vermietbarkeit, Finanzierbarkeit und Käuferinteresse und wird zu einer Frage der Investitionsplanung.

    • Bewirtschaftung, Betriebskosten und Leerstand

      Nicht umlagefähige Kosten, Betriebskosten leerstehender Flächen, Instandhaltung und Nebenkostenprozesse belasten den Ertrag oft stärker als sichtbar. Erst mit einer konsistenten Flächen- und Kostenbasis werden Objekte untereinander vergleichbar.

    • Nutzungswandel je Assetklasse

      Büro, Einzelhandel, Wohnen, Logistik und Betreiberimmobilien folgen unterschiedlichen Nachfrage- und Vertragslogiken. Bei Hotels, Pflegeheimen und anderen Betreiberimmobilien hängt der Wert zusätzlich von Pachtvertrag, Betreiberbonität und Drittverwendungsfähigkeit ab.

    • Unterschiedliche Eigentümerperspektiven

      Family Offices, institutionelle Investoren, Wohnungsunternehmen und Genossenschaften, Projektentwickler und Unternehmen mit Betriebsimmobilien verfolgen verschiedene Ziele: laufende Ausschüttung, Werterhalt über Generationen, Rendite bis zum Exit oder Sicherung des eigenen Betriebs. Dieselbe Maßnahme kann für den einen richtig und für den anderen falsch sein.

    • Daten, Reporting und Datenraumfähigkeit

      Mieterlisten, technische Unterlagen und Energiedaten liegen häufig verteilt, ohne Stichtag oder nicht gebäudescharf vor. Banken, Prüfer und Käufer erwarten sie jedoch vollständig, und Berichtspflichten wie CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive, EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung) und EU-Taxonomie erhöhen den Anspruch weiter.

    Grafik

    Wertschöpfung einer Immobilie

    1. Stufe 01

      Investition und Ankauf

      Investitionsthese, Standort- und Objektprüfung, Mietvertragsstruktur, technische, rechtliche und energetische Due Diligence sowie die passende Finanzierungsstruktur.

      Hebel

      • Investitionsthese mit prüfbaren Annahmen
      • Kaufpreis gegen Investitionsbedarf gespiegelt
      • Datenraum vollständig vor der Entscheidung
    2. Stufe 02

      Projektentwicklung

      Grundstück, Planungsrecht, Baukosten, Vermarktung und Finanzierung eines Neubaus oder einer umfassenden Bestandsentwicklung mit klarer Maßnahmenfolge.

      Hebel

      • Residualwert mit Kosten- und Zeitpuffer
      • Genehmigungen und Vermarktungsstand als Freigabebedingung
      • Energiestandard ab Entwurfsplanung festgelegt
    3. Stufe 03

      Bestand: Vermietung und Betrieb

      Laufende Bewirtschaftung mit Vermietung, Mietvertragsmanagement, Betriebskosten, Instandhaltung und Steuerung von Verwaltung und Dienstleistern.

      Hebel

      • Leerstand gesteuert und nach Ursachen getrennt
      • Nicht umlagefähige Kosten transparent
      • Verwalter und Dienstleister mit klaren Kennzahlen
    4. Stufe 04

      Modernisierung und Repositionierung

      Investitionsprogramm für Werterhalt und Wertsteigerung, energetischer Sanierungspfad, Nutzungsänderung sowie Energiebezug und Betreiberkonzept.

      Hebel

      • CapEx nach Pflicht, Werterhalt und Wertsteigerung geordnet
      • Sanierungspfad je Objekt mit Reihenfolge
      • Energiebezug und Betreiberkonzept geprüft
    5. Stufe 05

      Exit und Übergang

      Verkauf, Umschichtung im Portfolio, Refinanzierung als Alternative oder Übergabe an die nächste Generation.

      Hebel

      • Verkaufsunterlagen aktuell und prüfbar
      • Risiken aus Käufersicht vorab benannt
      • Alternativen zum Verkauf durchgerechnet
    Die Kette ordnet den Lebenszyklus einer Immobilie in fünf Stufen, an denen Eigentümer Wert gestalten oder verlieren können. Entscheidungen einer frühen Stufe, etwa der Energiestandard in der Entwicklung oder die Mietvertragsstruktur beim Ankauf, wirken bis zum Exit nach. Die Grafik ersetzt keine Bewertung, sondern zeigt, welche Frage an welcher Stelle zu klären ist.

    Typische Entscheidungen

    • Halten, entwickeln oder veräußern?

      Die Antwort hängt von Objektzustand, Marktposition, verfügbarem Kapital und Zielrendite des Eigentümers ab. Sie sollte als Szenariovergleich mit offengelegten Annahmen vorliegen, nicht als Einzelurteil.

      Optionen

      • Halten und bewirtschaften
      • Modernisieren oder neu positionieren
      • Veräußern oder im Portfolio umschichten
    • Welche Maßnahmenfolge passt zum verfügbaren Kapital?

      Nicht jede sinnvolle Maßnahme ist zum selben Zeitpunkt finanzierbar. Pflichtmaßnahmen, werterhaltende und wertsteigernde Investitionen konkurrieren um dasselbe Budget und dieselben Kapazitäten.

      Optionen

      • Schrittweise Umsetzung nach Dringlichkeit
      • Gebündeltes Investitionsprogramm mit eigener Finanzierung
      • Objekte mit geringer Wirkung zurückstellen oder veräußern
    • Wie wird eine auslaufende Finanzierung ersetzt?

      Bei Anschlussfinanzierungen verändern sich Zins, Beleihungsauslauf und Auflagen. Wer die Tragfähigkeit je Objekt vorab rechnet, kann Alternativen vorbereiten, statt unter Zeitdruck zu entscheiden.

      Optionen

      • Anschlussfinanzierung beim bestehenden Kreditgeber
      • Refinanzierung mit neuem Partner
      • Teilverkauf zur Rückführung von Darlehen
      • Zuführung von Eigenkapital
    • Selbst betreiben, verpachten oder den Betreiber wechseln?

      Bei Hotel-, Pflege- und anderen Betreiberimmobilien bestimmt das Betreiberkonzept Ertrag und Risiko. Auch im Wohnbestand stellt sich die Betreiberfrage, etwa bei Energieversorgung und Mieterstrom.

      Optionen

      • Pacht- oder Mietvertrag mit einem Betreiber
      • Managementvertrag mit Ertragsbeteiligung
      • Eigenbetrieb durch den Eigentümer
    • Welche Assetklassen und Standorte passen zur Eigentümerstrategie?

      Konzentration kann Steuerung vereinfachen, erhöht aber die Abhängigkeit von einzelnen Märkten, Nutzungsarten oder Mietern. Die richtige Mischung folgt aus Zielen, Zeithorizont und Risikotragfähigkeit.

      Optionen

      • Konzentration auf wenige Nutzungsarten und Standorte
      • Streuung über Nutzungsarten
      • Streuung über Standorte und Märkte
    • Wie werden Wärme und Strom im Bestand bereitgestellt?

      Der Energiebezug beeinflusst Betriebskosten, Mieterzufriedenheit und energetische Kennwerte. Die Entscheidung verbindet den Sektor Immobilien mit dem Sektor Energie und sollte je Objekt getroffen werden.

      Optionen

      • Versorgung über Dritte oder Contracting
      • Eigene Erzeugung, etwa mit Mieterstrom
      • Kombination je nach Objekt und Nutzung
    Grafik

    Werthebel und ihre Messgrößen

    • Mietertrag und Vermietungsstand

      Messgröße
      Nettokaltmiete Ist gegen Soll in EUR pro Jahr; Leerstandsquote in Prozent der vermietbaren Fläche zum Stichtag, auf einheitlicher Flächenbasis
      Wirkung
      Zeigt, wie viel Ertragspotenzial der Bestand heute nicht nutzt, und trennt Markt- von Objektursachen.
    • Objektergebnis (NOI, bei Betreiberimmobilien EBITDA)

      Messgröße
      Mieterträge abzüglich nicht umlagefähiger Bewirtschaftungskosten in EUR pro Jahr je Objekt; bei Betreiberimmobilien zusätzlich EBITDA des Betriebs und Miet- oder Pachtbelastung in Prozent des Umsatzes; Definition offengelegt
      Wirkung
      Macht Objekte verschiedener Assetklassen auf einer gemeinsamen Ertragsbasis vergleichbar.
    • Cashflow nach Kapitaldienst

      Messgröße
      Freier Cashflow je Objekt in EUR pro Jahr nach Zins, Tilgung und Instandhaltung; Schuldendienstdeckungsgrad (DSCR) als Verhältnis von Objektergebnis zu Kapitaldienst
      Wirkung
      Zeigt, ob ein Objekt sich selbst trägt oder Liquidität aus dem übrigen Portfolio bindet.
    • Kapitalbindung

      Messgröße
      Gebundenes Eigenkapital in EUR je Objekt; Beleihungsauslauf (LTV) als Darlehen in Prozent des Marktwerts zum Stichtag
      Wirkung
      Zeigt, wo Eigenkapital gebunden ist, das an anderer Stelle im Portfolio mehr bewirken könnte.
    • Investitionsbedarf (CapEx)

      Messgröße
      Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarf in EUR nach Jahr und Objekt, zusätzlich in EUR je Quadratmeter; getrennt nach Pflicht, Werterhalt und Wertsteigerung
      Wirkung
      Ordnet Maßnahmen dem verfügbaren Kapital und dem Zeitpunkt zu, zu dem sie wirken müssen.
    • Zeit bis Umsetzung

      Messgröße
      Monate von der Entscheidung bis zur wirksamen Maßnahme, aufgeteilt in Genehmigung, Vergabe, Bau und Wiedervermietung
      Wirkung
      Zeigt, wie lange Kapital gebunden ist, bevor Ertrag entsteht, und wo Verzögerungen am teuersten sind.
    • Energie und Emissionen

      Messgröße
      Endenergieverbrauch in kWh je Quadratmeter pro Jahr und Emissionen in kg CO2e je Quadratmeter pro Jahr; Abstand zum gewählten Dekarbonisierungspfad in Jahren bis zur Überschreitung
      Wirkung
      Zeigt, welche Objekte ohne Maßnahme an Vermietbarkeit, Finanzierbarkeit oder Käuferinteresse verlieren können.
    • Risikokonzentration

      Messgröße
      Anteil der größten Mieter, Standorte und Nutzungsarten am Mietertrag in Prozent; gewichtete Restlaufzeit der Mietverträge in Jahren; Fälligkeitsprofil der Finanzierungen nach Jahr
      Wirkung
      Macht Klumpenrisiken sichtbar, bevor ein einzelner Auszug oder eine Anschlussfinanzierung das Portfolio belastet.
    • Steuerbarkeit

      Messgröße
      Anteil der Objekte mit vollständiger, stichtagsgleicher Datenbasis (Mieterliste, Kosten, Technik, Energie) in Prozent; Dauer eines Berichtszyklus in Wochen
      Wirkung
      Zeigt, ob das Portfolio aus belastbaren Daten gesteuert wird oder aus verstreutem Einzelwissen.
    Die Karte verbindet jeden Werthebel mit einer Messgröße, ihrer Einheit und ihrer Berechnungslogik. Sie nennt bewusst keine Zielwerte, weil diese von Assetklasse, Standort und Eigentümerstrategie abhängen. Erst mit Stichtag, Ausgangswert und offengelegter Definition wird aus einer Kennzahl eine Entscheidungsgrundlage.
    Grafik

    Risiken und Frühindikatoren

    Risiken und Frühindikatoren
    RisikoLeerstand verfestigt sichFrühindikatorSteigende Leerstandsdauer je Fläche, weniger Anfragen, wachsende Mietanreize bei NeuvermietungenGegenmaßnahmeUrsachen je Fläche trennen (Markt, Produkt, Preis) und Repositionierung oder Umnutzung prüfen
    RisikoFinanzierung wird teurer oder knapperFrühindikatorFälligkeiten im Planungszeitraum, sinkender Schuldendienstdeckungsgrad, schrumpfender Abstand zu KreditauflagenGegenmaßnahmeSensitivitäten auf Zins und Wert rechnen, Refinanzierung früh vorbereiten, Teilverkauf als Option bewerten
    RisikoWertabschlag durch energetischen RückstandFrühindikatorFehlende oder veraltete Energieausweise, Verbrauch über dem gewählten Pfad, Rückfragen von Banken und Käufern zu ESG-DatenGegenmaßnahmeSanierungspfad je Objekt mit Kosten, Reihenfolge und Fördermöglichkeiten erstellen
    RisikoInvestitionsstauFrühindikatorInstandhaltung dauerhaft unter Plan, zunehmende Störungen und Mängelanzeigen, Rücklagen ohne MaßnahmenplanGegenmaßnahmeTechnische Bestandsaufnahme und CapEx-Plan nach Pflicht, Werterhalt und Wertsteigerung
    RisikoAusfall von Mietern oder BetreibernFrühindikatorZahlungsverzug, sinkende Auslastung oder Umsätze bei Betreiberimmobilien, steigende Miet- oder Pachtbelastung des BetreibersGegenmaßnahmeBonität und Betriebskennzahlen laufend prüfen, Alternativbetreiber und Drittverwendung vorab klären
    RisikoKosten- und Terminüberschreitung in der EntwicklungFrühindikatorNachträge, Verzug bei Genehmigung oder Vergabe, schrumpfender Puffer im ResidualwertGegenmaßnahmeMeilensteine mit Freigaben, Kostenpuffer und Vermarktungsstand als Bedingung für weitere Bauabschnitte
    RisikoUnvollständige Objektdaten verzögern Entscheidung oder ExitFrühindikatorMieterlisten ohne Stichtag, fehlende technische Unterlagen, widersprüchliche FlächenangabenGegenmaßnahmeDatenraum strukturieren, Flächenbasis vereinheitlichen und Verantwortliche je Datenart benennen, bevor entschieden wird
    RisikoRegulatorische Anforderungen ändern sichFrühindikatorNeue oder geänderte Vorgaben zu Heizung, Energieeffizienz, Mietrecht oder BerichtspflichtenGegenmaßnahmeRegelmäßiger Abgleich je Objekt und Aufnahme von Pflichtmaßnahmen in den CapEx-Plan, rechtliche Prüfung durch die zuständigen Fachleute
    Die Matrix verbindet jedes Risiko mit einem Frühindikator, der sich aus vorhandenen Daten beobachten lässt, und mit einer Gegenmaßnahme. So entsteht aus einer Risikoliste ein Arbeitsplan mit klarer Zuständigkeit. Welche Risiken im Einzelfall überwiegen, hängt von Assetklasse, Finanzierung und Objektzustand ab.

    Vorgehen

    1. Schritt 1

      Ausgangslage und Ziel klären

      Eigentümerziel, Zeithorizont, Entscheidungsrechte und Rahmen wie Kapital, Finanzierung und Fristen gemeinsam festhalten.

      Ergebnis: Abgestimmte Fragestellung mit Entscheidungskriterien

    2. Schritt 2

      Datenbasis aufbauen

      Objekt- und Mieterliste mit Stichtag, Flächen, Nutzungen, Erträge, Kosten, Finanzierung, technische Unterlagen und Energieinformationen sichten und vereinheitlichen.

      Ergebnis: Datenlage mit offenen Punkten und einheitlicher Flächenbasis

    3. Schritt 3

      Objekte und Portfolio einordnen

      Messgrößen je Objekt berechnen und den Bestand nach Assetklasse, Ertragsqualität, Investitionsbedarf und Risiko gliedern.

      Ergebnis: Objekt- und Portfolioübersicht mit Kennzahlen und Definitionen

    4. Schritt 4

      Optionen rechnen und vergleichen

      Halten, Modernisieren, Entwickeln und Veräußern mit offenen Annahmen und Sensitivitäten gegenüberstellen; eine Immobilienbewertung wird bei Bedarf als eigene Leistung beauftragt.

      Ergebnis: Szenariovergleich mit Annahmen und offenen Daten

    5. Schritt 5

      Maßnahmen ordnen und Umsetzung verfolgen

      Maßnahmen mit Verantwortlichen, Voraussetzungen, Zeitplan und Budget in eine Reihenfolge bringen und einen Berichtszyklus festlegen.

      Ergebnis: Objekt- oder Portfolio-Entscheidungsbrief und Maßnahmenliste mit Verantwortlichen

    Modernisieren oder unverändert halten: eine einfache Überschussrechnung

    Hypothetisches Rechenbeispiel mit frei gewählten, runden Modellwerten ohne Bezug zu einem Objekt oder Mandat

    Methode
    Statische Überschussrechnung vor Finanzierung, Steuern und Abschreibungen: Mehrertrag aus geringerem Leerstand plus geringere Leerstandskosten; einfache Amortisationsdauer als Investition geteilt durch die jährliche Verbesserung, ohne Diskontierung.
    Zeitraum
    Ein volles Betrachtungsjahr nach Fertigstellung; die angenommene Umsetzungszeit von 12 Monaten ist nicht eingerechnet.
    Modernisieren oder unverändert halten: eine einfache Überschussrechnung (Hypothetisches Rechenbeispiel mit frei gewählten, runden Modellwerten ohne Bezug zu einem Objekt oder Mandat)
    PositionWertEinheit
    Mietertrag heute (85 Prozent vermietet)680.000EUR pro Jahr
    Mietertrag nach Maßnahme (95 Prozent vermietet)760.000EUR pro Jahr
    Mehrertrag80.000EUR pro Jahr
    Geringere Leerstandskosten (30.000 auf 10.000)20.000EUR pro Jahr
    Verbesserung des Objektergebnisses100.000EUR pro Jahr
    Kapitalbindung durch die Maßnahme1.200.000EUR
    Einfache Amortisationsdauer12Jahre ab Fertigstellung
    Sensitivität: Leerstand sinkt nur auf 10 Prozent, Verbesserung50.000EUR pro Jahr
    Sensitivität: einfache Amortisationsdauer24Jahre ab Fertigstellung

    Annahmen

    • Sollmiete bei Vollvermietung: 800.000 EUR pro Jahr, Miete je Quadratmeter über alle Flächen gleich
    • Leerstandsquote heute 15 Prozent, nach der Maßnahme 5 Prozent der vermietbaren Fläche
    • Betriebskosten, die der Eigentümer für leerstehende Flächen trägt: 2.000 EUR pro Prozentpunkt Leerstand pro Jahr
    • Einmalige Modernisierungsinvestition: 1.200.000 EUR
    • Übrige Bewirtschaftungskosten, Marktmieten, Förderung und Finanzierung bleiben unverändert

    Grenzen

    Das Beispiel zeigt nur die Rechenlogik und wie stark das Ergebnis an der Annahme zum künftigen Leerstand hängt. Es ist keine Bewertung und keine Investitionsempfehlung und berücksichtigt weder Marktmieten, Förderung, Finanzierungskosten, Steuern, Restwert noch Wertänderungen. Für eine Entscheidung ist eine objektbezogene Investitionsrechnung mit Diskontierung und bei Bedarf eine Immobilienbewertung erforderlich.

    Vertiefungen

    Diese Seiten behandeln einzelne Fragen, Segmente und Werkzeuge des Sektors genauer und bleiben eigenständig erreichbar. Sie sind hier nach ihrem Objektbezug eingeordnet, damit der Weg vom Überblick zur konkreten Frage kurz bleibt.

    Methodik und Nachweise

    Hier stehen nur Inhalte, die auf dieser Website bereits veröffentlicht sind: Methodenbeschreibungen und Fachbeiträge. Sie belegen Vorgehen und fachliche Einordnung, nicht die Wirkung in einem bestimmten Objekt; Kunden, Mandate oder Ergebnisse werden hier nicht genannt. Zahlen in verlinkten Beiträgen gelten mit ihrer dort genannten Quelle und ihrem Stand, Kennzahlen erscheinen auf dieser Seite erst mit Beleg.

    Häufige Fragen

    Ist der Sektor Immobilien dasselbe wie die Immobilienbewertung?

    Nein. Der Sektor beschreibt den Markt und seine Unternehmen mit allen Fragen von der Investition bis zum Exit. Die Bewertung ist eine von mehreren Leistungen darin und wird eingesetzt, wenn ein belastbarer Wert für Finanzierung, Transaktion oder Bilanz gebraucht wird.

    Worin unterscheidet sich der Sektor von der Leistung Asset Management?

    Der Sektor beschreibt die Branche und ihre typischen Entscheidungen. Asset Management ist eine Leistung, die Bestände über ihren Lebenszyklus steuert; im Immobilienkontext ist sie häufig die wichtigste, aber nicht die einzige.

    Welche Unterlagen braucht ein erstes Gespräch?

    Hilfreich sind eine Objekt- und Mieterliste mit Stichtag, Flächen, Nutzungen und Leerständen, Erträge und Kosten, die Finanzierungsübersicht mit Fälligkeiten, bekannte Investitionspläne sowie technische Unterlagen und Energieinformationen. Fehlende Unterlagen sind kein Hindernis; sie werden als offene Punkte festgehalten.

    Welche Assetklassen und Eigentümer werden betrachtet?

    Betrachtet werden Wohnen, Büro, Einzelhandel, Logistik sowie Hotel- und andere Betreiberimmobilien, jeweils aus Sicht von Family Offices, institutionellen Investoren, Wohnungsunternehmen, Projektentwicklern oder Unternehmen mit Betriebsimmobilien. Gesundheits- und Pflegeimmobilien werden gemeinsam mit dem Sektor Gesundheit eingeordnet.

    Übernimmt AME STRATICON Verwaltung, Vermietung oder Bauausführung?

    Nein. Hausverwaltung, Vermietung vor Ort und Bauausführung liegen bei den dafür beauftragten Partnern. AME STRATICON ordnet Fragen, Daten und Optionen und begleitet die Umsetzung auf Wunsch steuernd; die Entscheidung bleibt bei Ihnen.

    Werden Wertsteigerungen oder Renditen zugesagt?

    Nein. Es werden keine pauschalen Wertsteigerungen, Renditen oder Förderzusagen gemacht. Die Arbeit macht Annahmen, Sensitivitäten und offene Daten sichtbar, damit Sie auf einer nachvollziehbaren Grundlage entscheiden.

    Wie hängen Immobilien und Energie zusammen?

    Energiebeschaffung und Energieinfrastruktur gehören zum Sektor Energie. Energetische Sanierung, Energiebezug im Bestand und Dekarbonisierungspfade wirken jedoch direkt auf Kosten, Vermietbarkeit und Finanzierbarkeit einer Immobilie und sind deshalb hier als Vertiefungen eingeordnet.

    Wofür dient das Rechenbeispiel auf dieser Seite?

    Es ist ein hypothetisches Beispiel mit frei gewählten Werten. Es zeigt, wie eine Modernisierung über Mehrertrag und geringere Leerstandskosten gerechnet werden kann und wie stark das Ergebnis von einer einzigen Annahme abhängt; eine objektbezogene Rechnung ersetzt es nicht.

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