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    Family-Office-Strategie

    Vermögen & Risiko

    Vermögen, das über Generationen Bestand hat.

    Wir beraten Family Offices, Stiftungsvorstände und private Vermögensinhaber bei Allokation, Risikosteuerung und Struktur. Diskret, langfristig und mit der Klarheit, die ein Vermögensübergang über Generationen verlangt.

    • Vermögensallokation über Immobilien, Beteiligungen, Liquidität und alternative Anlagen
    • Risikoprofil auf Familienebene, nicht nur je Konto
    • Family-Office-Strukturierung: Single-Family, Multi-Family oder eingebettet
    • Vermögensübergang mit Stiftungs- oder Holding-Architektur
    AME Module wr · Wealth & Risk
    Family Office Strategy - Entscheidungsraum
    Strategisches Dossier · Vermögen & Risiko

    Das Vermögen & Risiko-Dossier.

    Souveränität entsteht durch den Zugriff auf empirisch validierte Sektor-Kopplungs-Pfade und präzise strategische Modellierung.

    Sektor-Kenndaten
    Mandatsebene
    Vorstand · Geschäftsführung · Family Office
    Analyseschwerpunkt
    Sektor-Kopplung & Werterhalt
    01

    Strategische Werthebel

    Risk Cascade Mapping

    Gezielte Steuerung und datenbasierte Umsetzung zur Maximierung von Rendite und Risikoresilienz.

    Wealth Preservation

    Gezielte Steuerung und datenbasierte Umsetzung zur Maximierung von Rendite und Risikoresilienz.

    Governance Design

    Gezielte Steuerung und datenbasierte Umsetzung zur Maximierung von Rendite und Risikoresilienz.

    02

    Entscheidungs-Szenarien

    Decision_Scenario_Engine · WR

    "Implementierung der AME Risk-Cascade für alle Asset-Klassen."

    Principal_Impact
    Kapitalerhalt in volatilen Märkten

    Bereit für ein vertrauliches Strategie-Audit?

    Die AME-Prinzipale laden Sie zu einer strukturierten Evaluierung ein. Lassen Sie uns gemeinsam konkrete Werthebel und Kopplungspfade für Ihr Portfolio analysieren.

    Foresight & Risikoanalyse · Horizont 2027

    Weitsicht &
    Risikoentschärfung.

    Modellierte Szenarien
    2 Entscheidungspunkte
    01
    Debatte um Vermögensteuer 2027
    Mögliches Risiko

    Steigender fiskalischer Druck auf Immobilien-Sondervermögen und Betriebsvermögen.

    AME-Handlungspfad

    Strukturelle Trennung von operativem Geschäft und vermögensverwaltender Holding.

    Werthebel
    Steuerlich robustere Struktur
    02
    Regulatorische Ansteckung zwischen Anlageklassen
    Mögliches Risiko

    Risiken aus dem Immobilien-Sektor greifen auf andere Asset-Klassen über.

    AME-Handlungspfad

    Isolierung einzelner Risiken durch klare Trennung der Vermögensträger.

    Werthebel
    Isolierte Teil-Risiken

    Modell für regulatorische Risiken

    Portfolioauswirkungen beispielhaft einordnen

    Modellannahmen: ESG fließt mit 60 %, Energieeffizienz mit 40 % ein. Der modellierte Wertabschlag ist auf 15 % begrenzt. Die Eingaben sind frei gewählte Szenariowerte, keine gemessenen Portfolio- oder Marktdaten.

    50%
    50%
    Berechneter Risikoindikator
    50.0/100
    Modellierter Wertabschlag-7.5%

    Die Illustration belegt keine EU-Taxonomie- oder GEG-Konformität und ist keine Bewertung oder Investitionsempfehlung. Ein modellierter Abschlag über 5 % ist hier nur ein Prüfsignal; Maßnahmen müssen am konkreten Objekt geprüft werden.

    Was wir leisten · Vermögen & Risiko

    Themen, die wir steuern.

    Vermögensallokation auf Familienebene

    Wir denken Vermögen nicht in Konten, sondern in Generationen: Allokationslogik mit Blick auf Liquidität, Inflation und Nachfolge.

    Risikosteuerung

    Welche Risiken trägt die Familie bewusst, welche unbewusst? Wir prüfen operative, Konzentrations-, Gegenpartei- und regulatorische Risiken und geben eine Handlungsempfehlung.

    Governance & Familienverfassung

    Entwicklung von Familienverfassungen und operativen Kontrollmechanismen für den langfristigen Vermögenserhalt.

    Family-Office-Strukturierung

    Single-Family-Office, Multi-Family-Office oder eingebettetes Office: Wir vergleichen drei Architekturen entlang Kosten-, Governance- und Diskretions-Profil.

    Stiftungs- & Holding-Architektur

    Strukturierung mit Notar, Steuerberater und Stiftungsvorstand. Wir sind strategischer Lotse: Die rechtliche Ausgestaltung übernehmen spezialisierte Partner.

    Compliance & Reporting

    Konsolidiertes Familien-Reporting über alle Asset-Klassen hinweg. Compliance-Abbildung entlang §34d/§34f, MaRisk und regulatorischer Meldepflichten.

    Strategische Umsetzung · AME-Vorgehen

    Vier Phasen: vom ersten vertraulichen Gespräch bis zum laufenden Quartals-Review.

    1

    Diskretes Sondieren (Woche 1-4)

    Unter striktem NDA. Wir verstehen Familien-Realität, Vermögensstruktur und die unausgesprochenen Themen. Erste Gespräche sind zu 60-90% Zuhören.

    2

    Bestandsaufnahme & Risiko-Analyse (Woche 5-10)

    Konsolidierter Vermögensüberblick, Risiko-Heatmap auf Familienebene, Skizze des Nachfolgepfads. Ergebnis: Memo und Heatmap, die auch im Beirat Bestand haben.

    3

    Struktur-Entscheidung (Woche 11-16)

    Family-Office-Strukturierung, Stiftungs- und Holding-Architektur. Wir koordinieren Notar, Steuerberater und externe Vermögensverwalter. Entscheidungs-Memo mit drei belastbaren Wegen.

    4

    Umsetzung & Begleitung (laufend)

    Vertragsgestaltung, Umsetzung, Quartals-Reviews und jährliche Aktualisierung der Familienverfassung. Wir bleiben strategischer Lotse über Jahre, nicht Monate.

    Abgrenzung

    Was diese Leistung umfasst

    Die Leistung Vermögen & Risiko ordnet Vermögens- und Risikofragen von Familien und Investoren strategisch ein. Die Steuerung einzelner Bestände gehört zu Asset Management. Betrachtet wird das Vermögen als System: operative Beteiligungen, Immobilien, Finanzvermögen, Liquidität, Verbindlichkeiten, Zusagen, Sicherheiten und die Menschen, die darüber entscheiden. Ob ein Unternehmen verkauft oder übergeben wird, bereitet die Leistung M&A & Nachfolge vor; hier geht es um die Folgen für das Familienvermögen, etwa die Liquidität nach einem Verkauf, die Konzentration nach einer Übergabe oder die Frage, wer künftig welche Entscheidungen trifft. Die Strategie des Familienunternehmens selbst gehört zu Strategie & Transformation, die branchentypischen Risiken einzelner Werte zum jeweiligen Sektor. Nicht Teil dieser Leistung sind Tätigkeiten, die eine Erlaubnis nach § 34d, § 34f oder § 34h GewO oder eine vergleichbare Zulassung voraussetzen, also Anlageberatung, Anlagevermittlung, Honorar-Finanzanlagenberatung, Versicherungsberatung und Versicherungsvermittlung, ebenso wenig Finanzportfolioverwaltung, Rechtsberatung und Steuerberatung.

    Ausgangssituation

    Unternehmerische Vermögen verteilen sich oft über Beteiligungen, Immobilien und Liquidität. Sie sind über Jahrzehnte gewachsen, liegen in mehreren Gesellschaften und bei mehreren Banken und werden von unterschiedlichen Beratern betreut, die jeweils nur einen Ausschnitt sehen. Das Risiko einer Familie ergibt sich aber nicht aus einem einzelnen Konto, sondern aus dem Zusammenspiel aller Teile.

    • Vermögensstruktur sichtbar machen

      Ein konsolidierter Überblick ist die Grundlage jeder Risikobetrachtung auf Familienebene. Oft fehlt er, weil Werte in Holding, Betriebsgesellschaft, Privatvermögen und Beteiligungen getrennt geführt werden, mit unterschiedlichen Stichtagen und Bewertungsansätzen. Ohne ihn lassen sich weder Konzentrationen noch Liquiditätsbedarf verlässlich beurteilen, und jede strategische Entscheidung, von der Investition bis zur Nachfolge, beruht auf Teilbildern.

    • Governance organisieren

      Klare Zuständigkeiten sichern den Vermögenserhalt über Generationen. Wer entscheidet über Ausschüttungen, neue Beteiligungen oder Kredite, wer vertritt im Verhinderungsfall, und wie werden Familienmitglieder einbezogen, die nicht operativ tätig sind? Offene Antworten zeigen sich meist erst im Konflikt oder im Ernstfall.

    • Das Unternehmen als größte Position

      In vielen Unternehmerfamilien hängen Einkommen, Vermögen und oft auch private Sicherheiten am selben Unternehmen. Eine solche Konzentration kann bewusst gewählt und sinnvoll sein, wenn die Familie das Geschäft versteht und steuert. Sie sollte aber als Entscheidung sichtbar sein und nicht als Nebenwirkung der Vergangenheit fortbestehen.

    • Vermögend, aber nicht liquide

      Große Teile unternehmerischer Vermögen sind gebunden: in Gesellschaftsanteilen, Immobilien oder Fondszusagen mit späteren Kapitalabrufen. Steuerzahlungen, Schuldendienst, Abfindungen oder eine ausbleibende Ausschüttung können deshalb auch bei hohem Nettovermögen zu Engpässen führen, die dann unter Zeitdruck gelöst werden müssen.

    • Finanzierung und Zinsumfeld

      Immobilien und Beteiligungen sind häufig fremdfinanziert, teils mit gebündelten Fälligkeiten und Auflagen der Banken. Veränderte Zinsen und Bewertungen wirken gleichzeitig auf Schuldendienst, Beleihungsspielraum und Vermögenswert und verstärken sich dabei gegenseitig.

    • Regulatorische Veränderungen bei Vermögenswerten

      Anforderungen an Energieeffizienz, Berichtspflichten und Nachhaltigkeitsangaben verändern Wert und Investitionsbedarf von Immobilien und Beteiligungen. Wer sie erst beim Verkauf oder bei der Refinanzierung bemerkt, verhandelt aus einer schwächeren Position und muss Investitionen kurzfristig nachholen.

    • Vermögensübergang zwischen Generationen

      Ein Übergang betrifft Eigentum, Einfluss und Liquidität zugleich. Ob eine Holding, eine Stiftung oder eine direkte Übertragung zur Familie passt, hängt auch davon ab, ob die nächste Generation operativ Verantwortung übernehmen will. Die rechtliche und steuerliche Gestaltung übernehmen zugelassene Partner, die wirtschaftlichen Voraussetzungen lassen sich aber früh klären. Unstrukturiertes Vermögen verzögert und verteuert jeden Übergang.

    • Viele Berater, keine Gesamtsicht

      Banken, Vermögensverwalter, Versicherungsvermittler, Steuerberater und Anwälte arbeiten meist nebeneinander. Vorschläge folgen dann leicht dem jeweiligen Angebot statt der Gesamtlage der Familie. Eine produktunabhängige Einordnung schafft die Grundlage, um Vorschläge zu vergleichen und Aufträge klar zuzuschneiden.

    • Haftungsverbindungen zwischen Unternehmen und Privatvermögen

      Persönliche Bürgschaften, Organfunktionen und Mithaftungen verbinden das Privatvermögen mit Unternehmensrisiken. Diese Verbindungen sind oft nirgends zusammengefasst und bleiben ohne systematische Betrachtung unsichtbar. Die Leistung macht sie als Teil der Risikolandkarte sichtbar; ihre rechtliche Bewertung und Absicherung gehören in die Hände der zuständigen Fachleute.

    • Diskretion als Voraussetzung

      Vermögensfragen berühren Familie, Nachfolge und manchmal auch Konflikte. Vertraulichkeit, begrenzte Zugriffe auf Daten und eine klare Vereinbarung über Umfang und Rollen stehen deshalb vor jeder Analyse.

    Grafik

    Arbeitsschritte von der Sondierung bis zur Überprüfung

    1. Stufe 01

      Sondieren

      Familienrealität und Ziele verstehen. Im vertraulichen Gespräch werden Anlass, Beteiligte, Erwartungen und Grenzen des Auftrags geklärt, einschließlich der Fragen, die nur zugelassene Spezialisten beantworten dürfen.

      Hebel

      • Vertraulichkeit
      • Klar vereinbarter Auftragsumfang
      • Rollen und Leistungsgrenzen offen benannt
    2. Stufe 02

      Überblick

      Vermögen konsolidiert darstellen. Vermögensträger, Werte, Verbindlichkeiten, Zusagen und Sicherheiten werden in einer Vermögensübersicht zusammengeführt, jeweils mit Stichtag, Bewertungsgrundlage und Datenquelle.

      Hebel

      • Vollständige Datenbasis
      • Einheitlicher Stichtag
      • Nachvollziehbare Bewertungsgrundlagen
    3. Stufe 03

      Liquidität

      Zuflüsse und Abflüsse auf Familienebene planen. Ausschüttungen, Mieten und Erträge werden Lebenshaltung, Steuerzahlungen, Schuldendienst und offenen Kapitalzusagen gegenübergestellt.

      Hebel

      • Liquiditätsreichweite bekannt
      • Termine großer Zahlungen sichtbar
      • Mindestreserve als vereinbarte Regel
    4. Stufe 04

      Einordnen

      Risiken und Optionen vergleichen. Konzentrationen, Abhängigkeiten sowie Finanzierungs-, Gegenpartei-, Haftungs-, Governance- und Nachfolgerisiken werden in einer Risikolandkarte zusammengeführt und danach unterschieden, ob die Familie sie bewusst trägt.

      Hebel

      • Konzentrationen benannt
      • Bewusst und unbewusst getragene Risiken getrennt
      • Prioritäten nach Tragweite
    5. Stufe 05

      Szenarien

      Belastbarkeit prüfen. Gemeinsam festgelegte Belastungsfälle zeigen, wie sich Liquidität, Schuldendienst und Nettovermögen verändern, wenn eine Ausschüttung ausfällt, Zinsen steigen, Werte sinken oder eine Schlüsselperson ausfällt.

      Hebel

      • Schwachstellen vor dem Ernstfall erkannt
      • Handlungsschwellen festgelegt
    6. Stufe 06

      Strukturieren

      Struktur und Governance vorbereiten. Mögliche Architekturen, Richtlinien, Freigabegrenzen und Zuständigkeiten werden als Entscheidungsvorlage aufbereitet; die rechtliche und steuerliche Umsetzung liegt bei den zugelassenen Partnern.

      Hebel

      • Entscheidungsvorlage mit Alternativen
      • Zuständigkeiten dokumentiert
      • Übergabe an Fachleute sauber vorbereitet
    7. Stufe 07

      Überprüfen

      Regelmäßige Überprüfung vereinbaren. Berichtsformat, Rhythmus und Auslöser für eine außerplanmäßige Überprüfung werden festgelegt, etwa ein Verkauf, eine Erbschaft, eine größere Finanzierung oder ein Wechsel in der Führung.

      Hebel

      • Berichtswege
      • Definierte Auslöser
      • Aktuelle Datenbasis
    Die Schritte führen vom vertraulichen Gespräch zur laufenden Überprüfung. Rechtliche und steuerliche Gestaltung übernehmen zugelassene Partner. Jeder Schritt endet mit einem Arbeitsergebnis, auf dessen Grundlage die Eigentümer entscheiden, ob und wie es weitergeht.

    Typische Entscheidungen

    • Welche Struktur passt zur Familie?

      Kosten, Governance und Diskretion unterscheiden die möglichen Architekturen. Hinzu kommen die Zahl der Familienmitglieder, der Umfang und die Vielfalt des Vermögens, der Bedarf an eigenem Personal und die Frage, wie viel Kontrolle die Familie selbst ausüben will.

      Optionen

      • Single-Family-Office
      • Multi-Family-Office
      • Eingebettetes Office
      • Bestehende Aufstellung mit klar geregelten Zuständigkeiten und Berichtswegen
    • Wird eine Konzentration bewusst gehalten oder schrittweise verringert?

      Eine hohe Konzentration auf das eigene Unternehmen oder auf eine Anlageklasse kann rational sein, wenn die Familie das Geschäft versteht und steuert. Entscheidend ist, ob Liquidität, Sicherheiten und Einkommen dieselbe Abhängigkeit teilen und welche Belastung die Familie tragen kann. Einzelne Anlageentscheidungen treffen die Eigentümer mit den dafür zugelassenen Fachleuten.

      Optionen

      • Konzentration bewusst halten, verbunden mit Liquiditätsreserve, Grenzen und Überprüfungsrhythmus
      • Konzentration über einen längeren Zeitraum nach festgelegten Anlässen verringern
      • Teilverkauf oder Aufnahme von Mitgesellschaftern mit M&A & Nachfolge prüfen
      • Private Sicherheiten und Haftungsverbindungen zum Unternehmen, soweit rechtlich möglich, lösen lassen
    • Wie viel Liquidität soll auf Familienebene verfügbar sein?

      Zu wenig Liquidität erzwingt Notverkäufe oder teure Zwischenfinanzierungen, zu viel ungeplante Liquidität bleibt ohne Aufgabe. Maßgeblich sind Abflüsse, Zahlungstermine, offene Zusagen und die Verlässlichkeit der Zuflüsse.

      Optionen

      • Mindestreserve als feste Reichweite in Monaten
      • Reserve für bekannte Großzahlungen plus vereinbarter Finanzierungsrahmen
      • Anlassbezogener Aufbau vor Steuerzahlungen, Kapitalabrufen oder Übergaben
    • Wie werden Ausschüttungen, Entnahmen und Investitionsbedarf abgestimmt?

      Das Unternehmen braucht Mittel für Investitionen und Stabilität, die Familie für Lebenshaltung, Steuern und Zusagen. Ohne Regel entscheidet jedes Jahr neu die Lage des Moments über die Höhe der Ausschüttung.

      Optionen

      • Feste Ausschüttungsregel mit Bandbreite
      • Bedarfsorientierte Ausschüttung nach dem Liquiditätsplan der Familie
      • Thesaurierung im Unternehmen mit Mindestausschüttung für Steuern und Lebenshaltung
    • Welche Risiken trägt die Familie selbst, welche werden begrenzt oder übertragen?

      Nicht jedes Risiko muss abgesichert werden, aber jedes sollte bewusst behandelt werden. Die Einordnung zeigt, wo eine Reserve genügt und wo Struktur-, Rechts- oder Versicherungsfragen an zugelassene Fachleute zu übergeben sind.

      Optionen

      • Selbst tragen und durch eine Reserve abdecken
      • Durch Trennung von Vermögensträgern begrenzen, rechtlich und steuerlich geprüft durch zugelassene Partner
      • Übertragbarkeit durch die Versicherungsseite prüfen lassen
      • Risiko durch Verzicht auf eine Aktivität vermeiden
    • Wie werden Entscheidungen in der Familie getroffen und kontrolliert?

      Mit jeder Generation steigt die Zahl der Beteiligten, während ihre Nähe zum Unternehmen oft sinkt. Klare Regeln verhindern, dass Konflikte über Vermögensfragen das Unternehmen belasten.

      Optionen

      • Familienverfassung mit Grundsätzen und Rollen
      • Vermögensbeirat oder Familiengremium mit Geschäftsordnung
      • Richtlinie mit Freigabegrenzen und Berichtspflichten
      • Regelmäßige Überprüfung durch unabhängige Dritte
    • Wann und in welcher Form wird der Vermögensübergang vorbereitet?

      Die Wahl zwischen direkter Übertragung, Holding oder Stiftung hängt von der Rolle der nächsten Generation, der Liquidität für Abfindungen und Steuern und dem gewünschten Einfluss ab. Die rechtliche und steuerliche Gestaltung übernehmen zugelassene Partner; die wirtschaftlichen Voraussetzungen werden vorher geklärt.

      Optionen

      • Frühe, schrittweise Vorbereitung über mehrere Jahre
      • Vorbereitung zu einem festgelegten Anlass
      • Holding-Architektur bei operativ tätiger Nachfolgegeneration prüfen lassen
      • Stiftungslösung bei einer nicht operativ tätigen Familie prüfen lassen
    • Wie werden Dienstleister und Berichte gesteuert?

      Mehrere Banken, Verwahrstellen und Berater liefern unterschiedliche Berichte und verfolgen eigene Interessen. Die Familie braucht eine gemeinsame Sicht und klare Aufträge; die Auswahl konkreter Anbieter oder Produkte gehört nicht zu dieser Leistung.

      Optionen

      • Einheitliches Berichtsformat für alle Häuser vereinbaren
      • Konsolidiertes Reporting auf Familienebene aufbauen
      • Aufträge, Kosten und Berichtspflichten jedes Dienstleisters schriftlich festhalten
    Grafik

    Werthebel und Messgrößen

    • Konzentrationen

      Messgröße
      Anteil einzelner Positionen am Gesamtvermögen: Wert der größten Position und der fünf größten Positionen geteilt durch das Nettovermögen zum Stichtag, in Prozent; ergänzend der Anteil, der an einem Unternehmen, einem Standort oder einer Bank hängt
      Wirkung
      Zeigt Abhängigkeiten auf Familienebene. Macht sichtbar, ob eine Konzentration gewollt ist und welche Liquiditätsreserve und Governance sie begleiten sollten.
    • Liquidität

      Messgröße
      Verfügbare Liquidität im Verhältnis zu Verpflichtungen: frei verfügbare Mittel in EUR geteilt durch die geplanten Abflüsse der nächsten 12 Monate; zusätzlich als Reichweite in Monaten ohne neue Zuflüsse
      Wirkung
      Macht Handlungsspielraum sichtbar. Verhindert, dass Steuerzahlungen, Kapitalabrufe oder ein Ausschüttungsausfall zu Notverkäufen oder teurer Zwischenfinanzierung führen.
    • Cashflow auf Familienebene

      Messgröße
      Freier Cashflow der Familie in EUR pro Jahr: Ausschüttungen, Mieten und Erträge abzüglich Lebenshaltung, Kosten der Vermögensstruktur, Steuern, Schuldendienst und zugesagter Einzahlungen
      Wirkung
      Zeigt, ob das Vermögen die laufenden Verpflichtungen trägt oder Substanz aufgezehrt wird, und liefert die Grundlage für eine Ausschüttungsregel.
    • Ertragskraft der Beteiligungen

      Messgröße
      EBITDA je operativer Gesellschaft in EUR pro Jahr sowie Anteil der Ausschüttungen einer Gesellschaft an allen Zuflüssen der Familie in Prozent, jeweils aus Jahresabschluss oder internem Reporting und mit Angabe der Bereinigungen
      Wirkung
      Verbindet Unternehmenserfolg mit Familienliquidität und zeigt, wie stark das private Budget von einer einzelnen Ertragsquelle abhängt.
    • Kapitalbindung

      Messgröße
      Anteil des Nettovermögens, der innerhalb von 3 und von 12 Monaten ohne wesentliche Abschläge verfügbar wäre, in Prozent; offene Kapitalzusagen in EUR mit erwartetem Abrufzeitraum
      Wirkung
      Trennt tatsächlich verfügbares von gebundenem Vermögen und verhindert, dass Zusagen die verfügbare Liquidität überholen.
    • Verschuldung und Schuldendienst

      Messgröße
      Schuldendienstdeckung (DSCR) je Vermögensträger als Faktor, Beleihungsquote in Prozent, Anteil variabel verzinster Schulden in Prozent und Fälligkeiten der nächsten 24 Monate in EUR
      Wirkung
      Zeigt frühzeitig Refinanzierungsdruck, den Abstand zu Kreditauflagen und die Wirkung von Zinsänderungen auf die Familienliquidität.
    • Investitionsbedarf

      Messgröße
      Absehbarer Investitionsbedarf der Vermögensträger in EUR je Jahr, etwa für die Modernisierung von Immobilien, Kapitalerhöhungen oder Nachschüsse, mit Quelle der Schätzung und Zeitraum
      Wirkung
      Verhindert, dass notwendige Investitionen mit Ausschüttungen, Steuern und Entnahmen um dieselbe Liquidität konkurrieren, ohne dass jemand die Reihenfolge festgelegt hat.
    • Belastbarkeit in Szenarien

      Messgröße
      Veränderung des Nettovermögens in EUR und der Liquiditätsreichweite in Monaten je definiertem Belastungsszenario, jeweils gegenüber dem Basisfall und über einen festgelegten Zeitraum
      Wirkung
      Macht sichtbar, welche Ereignisse die Familie aus eigener Kraft tragen kann und wo vorab Reserven, Regeln oder Absicherungsfragen zu klären sind.
    • Zeit bis zur Umsetzung

      Messgröße
      Zeit in Wochen vom Auslöser bis zur dokumentierten Entscheidung; Anteil der Vermögensträger mit geregelter Vertretung und dokumentierten Zuständigkeiten in Prozent, erfasst nur als vorhanden oder nicht vorhanden
      Wirkung
      Zeigt, ob die Familie im Ernstfall handlungsfähig bleibt, etwa bei Krankheit, Todesfall oder einer kurzfristigen Finanzierungsfrage.
    • Steuerbarkeit

      Messgröße
      Anteil des Nettovermögens mit aktuellem Bewertungsstichtag innerhalb des vereinbarten Intervalls in Prozent, Berichtsverzug in Tagen nach Stichtag und Zahl offener Punkte ohne benannte Zuständigkeit
      Wirkung
      Entscheidungen beruhen auf aktuellen und abgestimmten Zahlen; Lücken in Daten und Zuständigkeiten werden messbar statt nur vermutet.
    • Kosten der Struktur

      Messgröße
      Laufende Kosten der Vermögensstruktur in EUR pro Jahr und in Prozent des Nettovermögens, getrennt nach Verwaltung, Beratung, Verwahrung, Berichtswesen und Personal
      Wirkung
      Ermöglicht den sachlichen Vergleich von Office-Architekturen und Dienstleistern entlang von Kosten, Governance und Diskretion.
    Die Karte nennt Größen für die Einordnung eines Vermögens. Sie sind Beobachtungsgrößen, keine Anlageempfehlung. Zielwerte, Stichtage und Bewertungsgrundlagen werden im jeweiligen Auftrag festgelegt, Werte erscheinen erst mit belegter Datengrundlage.
    Grafik

    Risiken und Frühindikatoren

    Risiken und Frühindikatoren
    RisikoKonzentrationsrisikoFrühindikatorEin großer Teil des Vermögens hängt an einer Position; ihr Anteil steigt, ohne dass jemand darüber entschieden hatGegenmaßnahmeRisikoübersicht auf Familienebene; Konzentration als bewusste Entscheidung dokumentieren und mit Liquiditätsreserve, Grenzen und Überprüfungsrhythmus verbinden
    RisikoUngeregelte ÜbergabeFrühindikatorKeine dokumentierte Nachfolgestruktur; ob Vollmachten und Vertretungsregelungen vorliegen, ist nicht bekanntGegenmaßnahmeNachfolgepfad mit zugelassenen Partnern skizzieren; wirtschaftliche Voraussetzungen wie Liquidität für Abfindungen und Steuern vorab klären
    RisikoLiquiditätsengpass trotz hohen VermögensFrühindikatorDie Liquiditätsreichweite sinkt unter die vereinbarte Mindestgröße; offene Kapitalzusagen übersteigen die frei verfügbaren Mittel; große Zahlungen fallen in denselben ZeitraumGegenmaßnahmeLiquiditätsplan auf Familienebene mit Mindestreserve, Zahlungskalender und Handlungsschwellen
    RisikoAbhängigkeit von einer ErtragsquelleFrühindikatorAusschüttungen einer Gesellschaft schwanken oder stehen wegen des Geschäftsverlaufs in Frage; private Ausgaben orientieren sich an SpitzenjahrenGegenmaßnahmeAusschüttungsregel mit Unternehmen und Gremien abstimmen; das Budget der Familie an einem vorsichtigen Basisfall ausrichten
    RisikoRefinanzierungs- und ZinsänderungsrisikoFrühindikatorFälligkeiten ballen sich; der Abstand zu Kreditauflagen schrumpft; der Anteil variabel verzinster Schulden steigtGegenmaßnahmeFälligkeitenprofil und Belastungsszenarien erstellen; Gespräche mit Finanzierern rechtzeitig vorbereiten
    RisikoGegenpartei- und VerwahrrisikoFrühindikatorEin großer Teil der Liquidität oder der Depots liegt bei einem Institut; Berichte verschiedener Häuser sind nicht vergleichbarGegenmaßnahmeVerteilung nach Gegenparteien in der Risikolandkarte ausweisen und ein einheitliches Berichtsformat vereinbaren; Bewertung und Auswahl konkreter Anbieter bleiben außerhalb dieser Leistung
    RisikoSchlüsselpersonen- und Governance-RisikoFrühindikatorEntscheidungen bleiben liegen; das Wissen über Konten, Verträge und Zugänge liegt bei einer Person; Gremien tagen ohne vorbereitete UnterlagenGegenmaßnahmeZuständigkeiten, Vertretung und Freigabegrenzen dokumentieren; Notfallübersicht, wo welche Unterlagen liegen und wer zuständig ist
    RisikoHaftungsverbindungenFrühindikatorPersönliche Bürgschaften, Mithaftungen oder Organfunktionen sind nirgends zusammengefasst; Sicherheiten für Unternehmenskredite stammen aus dem PrivatvermögenGegenmaßnahmeVerbindungen zwischen Unternehmens- und Privatvermögen in der Risikolandkarte ausweisen; rechtliche Bewertung und Absicherung durch Anwälte und die Versicherungsseite
    RisikoRegulatorische WertrisikenFrühindikatorNeue Anforderungen an Energieeffizienz oder Berichtspflichten betreffen Immobilien und Beteiligungen; der daraus folgende Investitionsbedarf ist nicht geplantGegenmaßnahmeBetroffene Vermögenswerte kennzeichnen und in den Sektoren Immobilien und Energie vertiefen; Investitionsbedarf in den Liquiditätsplan übernehmen
    RisikoVeraltete oder widersprüchliche DatenFrühindikatorWerte aus verschiedenen Quellen weichen voneinander ab; Berichte kommen spät; Bewertungen sind älter als vereinbartGegenmaßnahmeDatenquellen, Stichtage und Verantwortliche festlegen; Abweichungen dokumentiert klären
    RisikoInteressenkonflikte in der BeratungFrühindikatorVorschläge kommen ohne Alternativen; Vergütungen sind nicht offengelegt; das Produkt steht vor der FrageGegenmaßnahmeEntscheidungsvorlagen mit Alternativen und Kriterien; von Anbietern die Offenlegung ihrer Vergütung verlangen
    RisikoVerlust von VertraulichkeitFrühindikatorVermögensdaten werden über ungesicherte Wege versandt; viele Stellen haben Zugriff auf vollständige ÜbersichtenGegenmaßnahmeVertraulichkeitsvereinbarung vor dem Datenaustausch; Zugriffe auf das Nötige begrenzen; sichere Übermittlungswege nutzen
    Die Matrix unterscheidet bewusst und unbewusst getragene Risiken. Jede Zeile nennt ein Signal und einen Arbeitsschritt. Wo die Gegenmaßnahme eine Rechts-, Steuer-, Versicherungs- oder Anlageberatung erfordert, bereitet die Leistung nur die Frage vor und übergibt sie an zugelassene Fachleute.

    Vorgehen

    1. Schritt 1

      Vertrauliches Sondieren

      Ziele, Vermögensstruktur und offene Themen verstehen. Vor dem Austausch von Unterlagen werden Vertraulichkeit, Beteiligte, Umfang und Leistungsgrenzen vereinbart.

      Ergebnis: Gemeinsames Verständnis der Ausgangslage und schriftlich abgestimmter Auftragsumfang

    2. Schritt 2

      Bestandsaufnahme und Risikoanalyse

      Vermögen konsolidieren und Risiken auf Familienebene einordnen. Grundlage sind die vorhandenen Unterlagen, ergänzt um Gespräche mit den zuständigen Personen und, soweit freigegeben, mit bestehenden Beratern.

      Ergebnis: Memo mit Risikoübersicht, konsolidierte Vermögensübersicht und Risikolandkarte

    3. Schritt 3

      Liquiditäts- und Szenarioanalyse

      Die Zahlungsströme der Familie planen und in abgestimmten Belastungsszenarien prüfen. Die Szenarien werden gemeinsam festgelegt, damit sie die tatsächlichen Sorgen der Familie abbilden und nicht nur Standardannahmen.

      Ergebnis: Liquiditätsplan, Szenarioübersicht und vorgeschlagene Handlungsschwellen

    4. Schritt 4

      Struktur- und Governance-Optionen

      Mögliche Wege zu Struktur, Richtlinien und Zuständigkeiten vergleichen, jeweils mit Voraussetzungen, Aufwand, Folgen und offenen Fragen an Rechts- und Steuerberatung.

      Ergebnis: Entscheidungsvorlage mit Alternativen und Kriterien

    5. Schritt 5

      Entscheidung und Übergabe

      Die Eigentümer entscheiden. Verträge, Gesellschaftsstrukturen, Steuerfragen sowie Anlage- und Versicherungsthemen werden an die zuständigen, zugelassenen Fachleute übergeben; die Leistung koordiniert die Fragen und Termine.

      Ergebnis: Maßnahmenplan mit Zuständigkeiten, Terminen und Übergabeunterlagen

    6. Schritt 6

      Laufende Überprüfung

      Vermögensübersicht, Liquiditätsplan und Risikolandkarte werden im vereinbarten Rhythmus und bei Auslösern aktualisiert; Abweichungen werden mit den Zuständigen besprochen.

      Ergebnis: Review-Bericht und aktualisierte Entscheidungsgrundlagen

    Leistungsrahmen

    Leistungsgrenzen

    • Keine individuelle Anlageempfehlung und keine Vermittlung von Finanzprodukten im Rahmen dieser Leistung.
    • Keine Rechts- oder Steuerberatung; diese übernehmen zugelassene Partner.
    • Keine Rendite- oder Sicherheitszusagen.
    • Diese Leistung umfasst keine Tätigkeiten, die eine Erlaubnis nach § 34d, § 34f oder § 34h GewO voraussetzen: keine Versicherungsvermittlung, keine Versicherungsberatung, keine Anlagevermittlung, keine Anlageberatung und keine Honorar-Finanzanlagenberatung.
    • Kommen solche Tätigkeiten im Einzelfall in Betracht, sind sie nicht Teil dieses Auftrags. Sie setzen einen gesonderten Auftrag auf der jeweils vorgeschriebenen Grundlage voraus, einschließlich der gesetzlichen Informations- und Dokumentationspflichten. Angaben zu den Erlaubnissen der Gesellschaft stehen im Impressum.
    • Keine Finanzportfolioverwaltung und keine Vermögensverwaltung: Über Käufe, Verkäufe und die Auswahl einzelner Anlagen, Fonds, Versicherungen oder Anbieter entscheidet die Leistung nicht mit.
    • Die Risikolandkarte benennt Fragen an die Versicherungsseite; die Prüfung konkreter Versicherungsverträge auf Deckungslücken ist Versicherungsberatung und nicht Teil dieser Leistung.
    • Aussagen zu Holding-, Stiftungs- oder Nachfolgestrukturen beschreiben wirtschaftliche Voraussetzungen und Folgen; rechtliche und steuerliche Ausgestaltung, Verträge, Testamente und Beurkundungen verantworten Rechtsanwälte, Steuerberater und Notare.
    • Vollmachten, Testamente, Eheverträge und Gesellschaftervereinbarungen werden nur daraufhin erfasst, ob sie vorliegen; ihr Inhalt wird nicht ausgewertet.
    • Keine Prüfung der Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorgaben und keine Bestätigung regulatorischer Konformität.
    • Die verlinkten Rechenwerkzeuge liefern Orientierung auf Basis der eingegebenen Annahmen; sie ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.

    Entscheidungsrechte

    • Über das Vermögen entscheiden die Eigentümer und ihre Gremien.
    • AME ordnet ein und bereitet Entscheidungen vor.
    • Welche Konzentration bewusst gehalten, welche Reserve gebildet und welche Risiken selbst getragen werden, legen die Eigentümer fest.
    • Welche Unterlagen und Informationen an wen gehen, geben die Eigentümer frei; bestehende Berater werden nur nach Freigabe einbezogen.
    • Anlage-, Versicherungs-, Rechts- und Steuerentscheidungen treffen die Eigentümer auf Grundlage der Beratung durch die dafür zugelassenen Fachleute, die ihre Arbeitsergebnisse selbst verantworten.
    • In Familiengremien, Beiräten oder Stiftungsorganen gelten deren Satzung und Geschäftsordnung; AME wirkt dort beratend mit und übernimmt keine Organfunktion.
    • Über die Auswahl und Beauftragung von Dienstleistern entscheiden die Eigentümer.

    Benötigte Informationen

    • Vermögensstruktur und Ziele
    • Erträge, Kosten und Verpflichtungen
    • Liquiditätsplanung
    • Bestehende Richtlinien und Zuständigkeiten
    • Übersicht der Gesellschaften, Beteiligungen und Vermögensträger mit Beteiligungsquoten
    • Vermögensaufstellung mit Stichtag, Bewertungsgrundlage und Quelle je Position
    • Verbindlichkeiten mit Fälligkeiten, Verzinsung, Sicherheiten und Kreditauflagen
    • Offene Kapitalzusagen, Bürgschaften und sonstige Eventualverpflichtungen
    • Jahresabschlüsse oder internes Reporting der operativen Gesellschaften sowie die Ausschüttungshistorie
    • Absehbare Ereignisse der nächsten Jahre, etwa Verkauf, Nachfolge, größere Investitionen oder Steuerzahlungen
    • Übersicht bestehender Versicherungen nach Art und Versicherer, ohne Vertragsprüfung
    • Angabe, ob Vollmachten, Testamente, Gesellschaftervereinbarungen oder eine Familienverfassung vorliegen, ohne deren Inhalt
    • Liste der beteiligten Berater und Dienstleister mit ihrer Rolle

    Arbeitsergebnisse

    • Konsolidierter Vermögensüberblick
    • Risikoübersicht auf Familienebene
    • Skizze möglicher Strukturen und nächster Schritte
    • Risikolandkarte mit Konzentrationen, Abhängigkeiten und Frühindikatoren
    • Memo und Übersichtsgrafik zur Vorlage in Beirat oder Familiengremium
    • Liquiditätsplan auf Familienebene mit Zahlungskalender und Mindestreserve
    • Szenarioübersicht mit Wirkung auf Liquidität, Schuldendienst und Nettovermögen
    • Entscheidungsvorlage zu Struktur und Governance mit Alternativen, Kriterien und offenen Fragen an Fachleute
    • Maßnahmenplan mit Zuständigkeiten und Übergabeunterlagen für Rechts-, Steuer-, Versicherungs- und Anlagespezialisten
    • Notfallübersicht: wo welche Unterlagen liegen und wer im Verhinderungsfall zuständig ist
    • Review-Bericht im vereinbarten Rhythmus

    Wenn eine Ertragsquelle ausfällt: Liquidität auf Familienebene

    Hypothetisches Rechenbeispiel mit frei gewählten, runden Modellwerten ohne Bezug zu einer Familie oder einem Mandat

    Methode
    Statische, nicht diskontierte Liquiditätsrechnung auf Familienebene: Anfangsbestand plus geplante Zuflüsse minus geplante Abflüsse ergibt den Bestand am Periodenende. Verglichen werden ein Basisfall und ein Belastungsszenario, in dem die Ausschüttung des Familienunternehmens ausfällt und der Schuldendienst steigt. Die Reichweite ergibt sich aus dem Anfangsbestand geteilt durch die durchschnittlichen monatlichen Abflüsse.
    Zeitraum
    12 Monate ab Stichtag, Betrachtung zum Periodenende.
    Wenn eine Ertragsquelle ausfällt: Liquidität auf Familienebene (Hypothetisches Rechenbeispiel mit frei gewählten, runden Modellwerten ohne Bezug zu einer Familie oder einem Mandat)
    PositionWertEinheit
    Frei verfügbare Liquidität zu Beginn2.000.000EUR
    Geplante Zuflüsse1.600.000EUR in 12 Monaten
    Geplante Abflüsse2.400.000EUR in 12 Monaten
    Liquidität am Periodenende im Basisfall (2.000.000 + 1.600.000 - 2.400.000)1.200.000EUR
    Reichweite ohne jeden Zufluss (2.000.000 geteilt durch 200.000 Abfluss je Monat)10Monate
    Anteil der Ausschüttung an allen Zuflüssen (1.200.000 geteilt durch 1.600.000)75Prozent
    Liquidität am Periodenende im Belastungsszenario (2.000.000 + 400.000 - 2.500.000)-100.000EUR
    Lücke zur Mindestreserve von 500.000 EUR im Belastungsszenario600.000EUR

    Annahmen

    • Frei verfügbare Liquidität zu Beginn: 2.000.000 EUR
    • Geplante Zuflüsse: Ausschüttung des Familienunternehmens 1.200.000 EUR, Mieteinnahmen nach Bewirtschaftungskosten 400.000 EUR
    • Geplante Abflüsse: Lebenshaltung und Kosten der Vermögensstruktur 600.000 EUR, Steuerzahlungen 600.000 EUR, Schuldendienst 400.000 EUR, Kapitalabrufe aus bestehenden Zusagen 800.000 EUR
    • Belastungsszenario: Die Ausschüttung entfällt vollständig, der Schuldendienst steigt durch höhere Zinsen um 100.000 EUR, alle übrigen Werte bleiben unverändert
    • Die Familie hat eine Mindestreserve von 500.000 EUR als Regel festgelegt
    • Unterjährige Zahlungszeitpunkte, Erträge auf die Liquidität, Wertänderungen und steuerliche Wechselwirkungen bleiben unberücksichtigt

    Grenzen

    Das Beispiel zeigt nur die Logik: Auch ein Nettovermögen, das die Liquidität um ein Vielfaches übersteigt, schützt nicht vor einem Engpass, wenn drei Viertel der Zuflüsse aus einer Quelle stammen und Zusagen fest eingeplant sind. Es trifft keine Aussage über eine bestimmte Familie, über Steuern oder über angemessene Reserven. Ob die Lücke durch eine höhere Reserve, eine andere Terminierung von Zusagen, einen Finanzierungsrahmen oder eine Ausschüttungsregel geschlossen wird, entscheiden die Eigentümer; Anlage-, Finanzierungs- und Steuerfragen klären sie mit den dafür zugelassenen Fachleuten.

    Vertiefungen

    Bestehende Seiten zur Leistung. Einige Einstiege sind bisher knapp oder gehören fachlich zu einer anderen Leistung; sie sind hier nach ihrer Rolle für Vermögen & Risiko eingeordnet. Die Rechenwerkzeuge liefern Orientierung auf Basis der eingegebenen Annahmen und ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.

    Methodik und Nachweise

    Nur bereits veröffentlichte Inhalte. Angaben zu Erlaubnissen stehen auf der Hub-Seite selbst und im Impressum. Die verlinkten Seiten beschreiben Vorgehen, Qualitätsanspruch, Begriffe und Pflichtangaben; sie sind keine Wirkungsnachweise für einzelne Mandate. Kennzahlen erscheinen erst mit Beleg.

    Häufige Fragen

    Gibt AME im Rahmen dieser Leistung Anlageempfehlungen?

    Nein. Die Leistung ordnet Vermögens- und Risikofragen strategisch ein, ohne individuelle Anlageempfehlung. Sie beschreibt Struktur, Liquidität, Konzentrationen und Szenarien und bereitet Entscheidungen vor; die Auswahl einzelner Anlagen, Fonds oder Versicherungen gehört nicht dazu.

    Wie verhält sich die Leistung zu den Erlaubnisangaben im Impressum?

    Das Impressum nennt die Erlaubnisse der Gesellschaft. Die Leistung Vermögen & Risiko umfasst keine Tätigkeiten, die eine solche Erlaubnis voraussetzen, also weder Versicherungs- noch Anlagevermittlung oder -beratung. Kommen solche Tätigkeiten in Betracht, werden sie gesondert, auf der dafür vorgeschriebenen Grundlage und mit den gesetzlichen Informationen vereinbart.

    Worin unterscheidet sich die Leistung von Vermögensverwaltung oder Versicherungsvermittlung?

    Vermögensverwalter entscheiden über Anlagen, Versicherungsvermittler vermitteln Verträge. Vermögen & Risiko tut beides nicht, sondern betrachtet die Gesamtstruktur des Vermögens mit Liquidität, Konzentrationen, Haftungsverbindungen und Governance. Das Ergebnis sind Entscheidungsgrundlagen und klar zugeschnittene Fragen an die zuständigen Fachleute.

    Für wen ist die Leistung gedacht?

    Für Unternehmer mit komplexer Vermögensstruktur, Family Offices und vermögende Familien, Nachfolger in Familienunternehmen, Stiftungsvorstände sowie Geschäftsführer und Gesellschafter, deren Privatvermögen mit Unternehmensrisiken verbunden ist.

    Was bedeutet Risiko auf Familienebene?

    Risiken werden nicht je Konto oder je Gesellschaft betrachtet, sondern im Zusammenspiel: Hängen Einkommen, Vermögen und Sicherheiten am selben Unternehmen, oder fallen große Zahlungen in denselben Zeitraum, entsteht ein Risiko, das in keinem Einzelbericht sichtbar wird. Die Risikolandkarte führt diese Verbindungen zusammen.

    Welche Unterlagen brauchen Sie für den Anfang?

    Für ein erstes Gespräch genügt eine grobe Übersicht über Gesellschaften, wesentliche Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und anstehende Ereignisse. Die Bestandsaufnahme vervollständigt die Datenlage schrittweise. Bei Vollmachten, Testamenten oder Gesellschaftervereinbarungen wird nur erfasst, ob sie vorliegen.

    Wie vertraulich wird gearbeitet?

    Vor dem Austausch von Unterlagen wird eine Vertraulichkeitsvereinbarung geschlossen. Zugriffe werden auf die Beteiligten begrenzt, und Informationen gehen nur nach Freigabe an Dritte. Referenzen werden nicht ohne ausdrückliche Zustimmung genannt.

    Wie oft sollte die Vermögensstruktur überprüft werden?

    Der Rhythmus wird im Auftrag vereinbart, üblich ist eine regelmäßige Überprüfung, etwa einmal jährlich. Zusätzlich lohnt eine anlassbezogene Überprüfung bei Nachfolge, Verkauf, Zukauf, größerer Finanzierung, Änderungen in der Familie oder deutlichen Marktverschiebungen.

    Arbeitet AME mit bestehenden Beratern zusammen?

    Ja, soweit die Eigentümer das freigeben. Banken, Vermögensverwalter, Steuerberater, Anwälte und Notare behalten ihre Aufgaben und Verantwortung; die Leistung sorgt für eine gemeinsame Datengrundlage und klar formulierte Fragen an die jeweiligen Fachleute.

    Wie lange dauert eine erste Bestandsaufnahme?

    Das hängt von der Zahl der Vermögensträger, der Datenlage und der Verfügbarkeit der Beteiligten ab. Der Zeitplan wird nach dem Sondierungsgespräch im Auftrag festgelegt; eine pauschale Dauer lässt sich seriös nicht zusagen.

    Ersetzen die verlinkten Rechenwerkzeuge eine Beratung?

    Nein. Die Werkzeuge rechnen mit den eingegebenen Annahmen und geben Orientierung. Sie ersetzen weder die Einordnung im Gesamtzusammenhang noch eine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.

    Nächster Schritt

    Sondieren Sie diskret in einem strukturierten Gespräch.

    60 Minuten unter striktem NDA. Wir hören zu, verstehen die Familie und zeigen, ob ein Mandat trägt: ohne Kosten und ohne Folgeverpflichtung.

    Themenzuordnung: Wealth & Risk

    Vertrauliches Gespräch vereinbaren

    Schildern Sie uns Ihre Fragestellung. Wir behandeln jede Anfrage vertraulich und melden uns mit einem Vorschlag. Darin benennen wir auch, welche Fragen zusätzlich Rechts-, Steuer-, Versicherungs- oder Anlagespezialisten mit der erforderlichen Zulassung klären sollten.

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