Vermögen & Risiko
Vermögen, das über Generationen Bestand hat.
Wir beraten Family Offices, Stiftungsvorstände und private Vermögensinhaber bei Allokation, Risikosteuerung und Struktur. Diskret, langfristig und mit der Klarheit, die ein Vermögensübergang über Generationen verlangt.
- Vermögensallokation über Immobilien, Beteiligungen, Liquidität und alternative Anlagen
- Risikoprofil auf Familienebene, nicht nur je Konto
- Family-Office-Strukturierung: Single-Family, Multi-Family oder eingebettet
- Vermögensübergang mit Stiftungs- oder Holding-Architektur
Das Vermögen & Risiko-Dossier.
Souveränität entsteht durch den Zugriff auf empirisch validierte Sektor-Kopplungs-Pfade und präzise strategische Modellierung.
Strategische Werthebel
Risk Cascade Mapping
Gezielte Steuerung und datenbasierte Umsetzung zur Maximierung von Rendite und Risikoresilienz.
Wealth Preservation
Gezielte Steuerung und datenbasierte Umsetzung zur Maximierung von Rendite und Risikoresilienz.
Governance Design
Gezielte Steuerung und datenbasierte Umsetzung zur Maximierung von Rendite und Risikoresilienz.
Entscheidungs-Szenarien
"Implementierung der AME Risk-Cascade für alle Asset-Klassen."
Bereit für ein vertrauliches Strategie-Audit?
Die AME-Prinzipale laden Sie zu einer strukturierten Evaluierung ein. Lassen Sie uns gemeinsam konkrete Werthebel und Kopplungspfade für Ihr Portfolio analysieren.
Weitsicht &
Risikoentschärfung.
Steigender fiskalischer Druck auf Immobilien-Sondervermögen und Betriebsvermögen.
Strukturelle Trennung von operativem Geschäft und vermögensverwaltender Holding.
Risiken aus dem Immobilien-Sektor greifen auf andere Asset-Klassen über.
Isolierung einzelner Risiken durch klare Trennung der Vermögensträger.
Modell für regulatorische Risiken
Portfolioauswirkungen beispielhaft einordnen
Modellannahmen: ESG fließt mit 60 %, Energieeffizienz mit 40 % ein. Der modellierte Wertabschlag ist auf 15 % begrenzt. Die Eingaben sind frei gewählte Szenariowerte, keine gemessenen Portfolio- oder Marktdaten.
Die Illustration belegt keine EU-Taxonomie- oder GEG-Konformität und ist keine Bewertung oder Investitionsempfehlung. Ein modellierter Abschlag über 5 % ist hier nur ein Prüfsignal; Maßnahmen müssen am konkreten Objekt geprüft werden.
Themen, die wir steuern.
Vermögensallokation auf Familienebene
Wir denken Vermögen nicht in Konten, sondern in Generationen: Allokationslogik mit Blick auf Liquidität, Inflation und Nachfolge.
Risikosteuerung
Welche Risiken trägt die Familie bewusst, welche unbewusst? Wir prüfen operative, Konzentrations-, Gegenpartei- und regulatorische Risiken und geben eine Handlungsempfehlung.
Governance & Familienverfassung
Entwicklung von Familienverfassungen und operativen Kontrollmechanismen für den langfristigen Vermögenserhalt.
Family-Office-Strukturierung
Single-Family-Office, Multi-Family-Office oder eingebettetes Office: Wir vergleichen drei Architekturen entlang Kosten-, Governance- und Diskretions-Profil.
Stiftungs- & Holding-Architektur
Strukturierung mit Notar, Steuerberater und Stiftungsvorstand. Wir sind strategischer Lotse: Die rechtliche Ausgestaltung übernehmen spezialisierte Partner.
Compliance & Reporting
Konsolidiertes Familien-Reporting über alle Asset-Klassen hinweg. Compliance-Abbildung entlang §34d/§34f, MaRisk und regulatorischer Meldepflichten.
Vier Phasen: vom ersten vertraulichen Gespräch bis zum laufenden Quartals-Review.
Diskretes Sondieren (Woche 1-4)
Unter striktem NDA. Wir verstehen Familien-Realität, Vermögensstruktur und die unausgesprochenen Themen. Erste Gespräche sind zu 60-90% Zuhören.
Bestandsaufnahme & Risiko-Analyse (Woche 5-10)
Konsolidierter Vermögensüberblick, Risiko-Heatmap auf Familienebene, Skizze des Nachfolgepfads. Ergebnis: Memo und Heatmap, die auch im Beirat Bestand haben.
Struktur-Entscheidung (Woche 11-16)
Family-Office-Strukturierung, Stiftungs- und Holding-Architektur. Wir koordinieren Notar, Steuerberater und externe Vermögensverwalter. Entscheidungs-Memo mit drei belastbaren Wegen.
Umsetzung & Begleitung (laufend)
Vertragsgestaltung, Umsetzung, Quartals-Reviews und jährliche Aktualisierung der Familienverfassung. Wir bleiben strategischer Lotse über Jahre, nicht Monate.
Rechnen Sie Ihre Vermögensstruktur durch.
Hinter jeder Empfehlung auf dieser Seite steht ein Rechner.
Holding-Struktur-Rechner
Prüfen Sie, wie eine vermögensverwaltende Holding operatives Geschäft und Familienvermögen steuerlich trennt.
Nachfolge-Steuer-Rechner
Beziffern Sie die Erbschaft- und Schenkungsteuer beim Vermögensübergang und die Wirkung von Verschonungsregeln.
Zinsschranken-Simulator
Ermitteln Sie, ab welchem Fremdkapital die Zinsschranke greift und wie sie die Abzugsfähigkeit begrenzt.
Working-Capital-Simulator
Sehen Sie, wie viel Liquidität in Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten gebunden ist.
DSCR- & Leverage-Stresstest
Testen Sie die Schuldendienstfähigkeit Ihrer Vermögensträger unter Zins- und Cashflow-Szenarien.
Executive-Szenario-Simulator
Spielen Sie Strategie-Szenarien mit Wert- und Cash-Wirkung auf Familienebene durch.
Vom Sektor zur konkreten Entscheidung.
Abgrenzung
Was diese Leistung umfasst
Die Leistung Vermögen & Risiko ordnet Vermögens- und Risikofragen von Familien und Investoren strategisch ein. Die Steuerung einzelner Bestände gehört zu Asset Management. Betrachtet wird das Vermögen als System: operative Beteiligungen, Immobilien, Finanzvermögen, Liquidität, Verbindlichkeiten, Zusagen, Sicherheiten und die Menschen, die darüber entscheiden. Ob ein Unternehmen verkauft oder übergeben wird, bereitet die Leistung M&A & Nachfolge vor; hier geht es um die Folgen für das Familienvermögen, etwa die Liquidität nach einem Verkauf, die Konzentration nach einer Übergabe oder die Frage, wer künftig welche Entscheidungen trifft. Die Strategie des Familienunternehmens selbst gehört zu Strategie & Transformation, die branchentypischen Risiken einzelner Werte zum jeweiligen Sektor. Nicht Teil dieser Leistung sind Tätigkeiten, die eine Erlaubnis nach § 34d, § 34f oder § 34h GewO oder eine vergleichbare Zulassung voraussetzen, also Anlageberatung, Anlagevermittlung, Honorar-Finanzanlagenberatung, Versicherungsberatung und Versicherungsvermittlung, ebenso wenig Finanzportfolioverwaltung, Rechtsberatung und Steuerberatung.
Ausgangssituation
Unternehmerische Vermögen verteilen sich oft über Beteiligungen, Immobilien und Liquidität. Sie sind über Jahrzehnte gewachsen, liegen in mehreren Gesellschaften und bei mehreren Banken und werden von unterschiedlichen Beratern betreut, die jeweils nur einen Ausschnitt sehen. Das Risiko einer Familie ergibt sich aber nicht aus einem einzelnen Konto, sondern aus dem Zusammenspiel aller Teile.
Vermögensstruktur sichtbar machen
Ein konsolidierter Überblick ist die Grundlage jeder Risikobetrachtung auf Familienebene. Oft fehlt er, weil Werte in Holding, Betriebsgesellschaft, Privatvermögen und Beteiligungen getrennt geführt werden, mit unterschiedlichen Stichtagen und Bewertungsansätzen. Ohne ihn lassen sich weder Konzentrationen noch Liquiditätsbedarf verlässlich beurteilen, und jede strategische Entscheidung, von der Investition bis zur Nachfolge, beruht auf Teilbildern.
Governance organisieren
Klare Zuständigkeiten sichern den Vermögenserhalt über Generationen. Wer entscheidet über Ausschüttungen, neue Beteiligungen oder Kredite, wer vertritt im Verhinderungsfall, und wie werden Familienmitglieder einbezogen, die nicht operativ tätig sind? Offene Antworten zeigen sich meist erst im Konflikt oder im Ernstfall.
Das Unternehmen als größte Position
In vielen Unternehmerfamilien hängen Einkommen, Vermögen und oft auch private Sicherheiten am selben Unternehmen. Eine solche Konzentration kann bewusst gewählt und sinnvoll sein, wenn die Familie das Geschäft versteht und steuert. Sie sollte aber als Entscheidung sichtbar sein und nicht als Nebenwirkung der Vergangenheit fortbestehen.
Vermögend, aber nicht liquide
Große Teile unternehmerischer Vermögen sind gebunden: in Gesellschaftsanteilen, Immobilien oder Fondszusagen mit späteren Kapitalabrufen. Steuerzahlungen, Schuldendienst, Abfindungen oder eine ausbleibende Ausschüttung können deshalb auch bei hohem Nettovermögen zu Engpässen führen, die dann unter Zeitdruck gelöst werden müssen.
Finanzierung und Zinsumfeld
Immobilien und Beteiligungen sind häufig fremdfinanziert, teils mit gebündelten Fälligkeiten und Auflagen der Banken. Veränderte Zinsen und Bewertungen wirken gleichzeitig auf Schuldendienst, Beleihungsspielraum und Vermögenswert und verstärken sich dabei gegenseitig.
Regulatorische Veränderungen bei Vermögenswerten
Anforderungen an Energieeffizienz, Berichtspflichten und Nachhaltigkeitsangaben verändern Wert und Investitionsbedarf von Immobilien und Beteiligungen. Wer sie erst beim Verkauf oder bei der Refinanzierung bemerkt, verhandelt aus einer schwächeren Position und muss Investitionen kurzfristig nachholen.
Vermögensübergang zwischen Generationen
Ein Übergang betrifft Eigentum, Einfluss und Liquidität zugleich. Ob eine Holding, eine Stiftung oder eine direkte Übertragung zur Familie passt, hängt auch davon ab, ob die nächste Generation operativ Verantwortung übernehmen will. Die rechtliche und steuerliche Gestaltung übernehmen zugelassene Partner, die wirtschaftlichen Voraussetzungen lassen sich aber früh klären. Unstrukturiertes Vermögen verzögert und verteuert jeden Übergang.
Viele Berater, keine Gesamtsicht
Banken, Vermögensverwalter, Versicherungsvermittler, Steuerberater und Anwälte arbeiten meist nebeneinander. Vorschläge folgen dann leicht dem jeweiligen Angebot statt der Gesamtlage der Familie. Eine produktunabhängige Einordnung schafft die Grundlage, um Vorschläge zu vergleichen und Aufträge klar zuzuschneiden.
Haftungsverbindungen zwischen Unternehmen und Privatvermögen
Persönliche Bürgschaften, Organfunktionen und Mithaftungen verbinden das Privatvermögen mit Unternehmensrisiken. Diese Verbindungen sind oft nirgends zusammengefasst und bleiben ohne systematische Betrachtung unsichtbar. Die Leistung macht sie als Teil der Risikolandkarte sichtbar; ihre rechtliche Bewertung und Absicherung gehören in die Hände der zuständigen Fachleute.
Diskretion als Voraussetzung
Vermögensfragen berühren Familie, Nachfolge und manchmal auch Konflikte. Vertraulichkeit, begrenzte Zugriffe auf Daten und eine klare Vereinbarung über Umfang und Rollen stehen deshalb vor jeder Analyse.
Arbeitsschritte von der Sondierung bis zur Überprüfung
- Stufe 01
Sondieren
Familienrealität und Ziele verstehen. Im vertraulichen Gespräch werden Anlass, Beteiligte, Erwartungen und Grenzen des Auftrags geklärt, einschließlich der Fragen, die nur zugelassene Spezialisten beantworten dürfen.
Hebel
- Vertraulichkeit
- Klar vereinbarter Auftragsumfang
- Rollen und Leistungsgrenzen offen benannt
- Stufe 02
Überblick
Vermögen konsolidiert darstellen. Vermögensträger, Werte, Verbindlichkeiten, Zusagen und Sicherheiten werden in einer Vermögensübersicht zusammengeführt, jeweils mit Stichtag, Bewertungsgrundlage und Datenquelle.
Hebel
- Vollständige Datenbasis
- Einheitlicher Stichtag
- Nachvollziehbare Bewertungsgrundlagen
- Stufe 03
Liquidität
Zuflüsse und Abflüsse auf Familienebene planen. Ausschüttungen, Mieten und Erträge werden Lebenshaltung, Steuerzahlungen, Schuldendienst und offenen Kapitalzusagen gegenübergestellt.
Hebel
- Liquiditätsreichweite bekannt
- Termine großer Zahlungen sichtbar
- Mindestreserve als vereinbarte Regel
- Stufe 04
Einordnen
Risiken und Optionen vergleichen. Konzentrationen, Abhängigkeiten sowie Finanzierungs-, Gegenpartei-, Haftungs-, Governance- und Nachfolgerisiken werden in einer Risikolandkarte zusammengeführt und danach unterschieden, ob die Familie sie bewusst trägt.
Hebel
- Konzentrationen benannt
- Bewusst und unbewusst getragene Risiken getrennt
- Prioritäten nach Tragweite
- Stufe 05
Szenarien
Belastbarkeit prüfen. Gemeinsam festgelegte Belastungsfälle zeigen, wie sich Liquidität, Schuldendienst und Nettovermögen verändern, wenn eine Ausschüttung ausfällt, Zinsen steigen, Werte sinken oder eine Schlüsselperson ausfällt.
Hebel
- Schwachstellen vor dem Ernstfall erkannt
- Handlungsschwellen festgelegt
- Stufe 06
Strukturieren
Struktur und Governance vorbereiten. Mögliche Architekturen, Richtlinien, Freigabegrenzen und Zuständigkeiten werden als Entscheidungsvorlage aufbereitet; die rechtliche und steuerliche Umsetzung liegt bei den zugelassenen Partnern.
Hebel
- Entscheidungsvorlage mit Alternativen
- Zuständigkeiten dokumentiert
- Übergabe an Fachleute sauber vorbereitet
- Stufe 07
Überprüfen
Regelmäßige Überprüfung vereinbaren. Berichtsformat, Rhythmus und Auslöser für eine außerplanmäßige Überprüfung werden festgelegt, etwa ein Verkauf, eine Erbschaft, eine größere Finanzierung oder ein Wechsel in der Führung.
Hebel
- Berichtswege
- Definierte Auslöser
- Aktuelle Datenbasis
Typische Entscheidungen
Welche Struktur passt zur Familie?
Kosten, Governance und Diskretion unterscheiden die möglichen Architekturen. Hinzu kommen die Zahl der Familienmitglieder, der Umfang und die Vielfalt des Vermögens, der Bedarf an eigenem Personal und die Frage, wie viel Kontrolle die Familie selbst ausüben will.
Optionen
- Single-Family-Office
- Multi-Family-Office
- Eingebettetes Office
- Bestehende Aufstellung mit klar geregelten Zuständigkeiten und Berichtswegen
Wird eine Konzentration bewusst gehalten oder schrittweise verringert?
Eine hohe Konzentration auf das eigene Unternehmen oder auf eine Anlageklasse kann rational sein, wenn die Familie das Geschäft versteht und steuert. Entscheidend ist, ob Liquidität, Sicherheiten und Einkommen dieselbe Abhängigkeit teilen und welche Belastung die Familie tragen kann. Einzelne Anlageentscheidungen treffen die Eigentümer mit den dafür zugelassenen Fachleuten.
Optionen
- Konzentration bewusst halten, verbunden mit Liquiditätsreserve, Grenzen und Überprüfungsrhythmus
- Konzentration über einen längeren Zeitraum nach festgelegten Anlässen verringern
- Teilverkauf oder Aufnahme von Mitgesellschaftern mit M&A & Nachfolge prüfen
- Private Sicherheiten und Haftungsverbindungen zum Unternehmen, soweit rechtlich möglich, lösen lassen
Wie viel Liquidität soll auf Familienebene verfügbar sein?
Zu wenig Liquidität erzwingt Notverkäufe oder teure Zwischenfinanzierungen, zu viel ungeplante Liquidität bleibt ohne Aufgabe. Maßgeblich sind Abflüsse, Zahlungstermine, offene Zusagen und die Verlässlichkeit der Zuflüsse.
Optionen
- Mindestreserve als feste Reichweite in Monaten
- Reserve für bekannte Großzahlungen plus vereinbarter Finanzierungsrahmen
- Anlassbezogener Aufbau vor Steuerzahlungen, Kapitalabrufen oder Übergaben
Wie werden Ausschüttungen, Entnahmen und Investitionsbedarf abgestimmt?
Das Unternehmen braucht Mittel für Investitionen und Stabilität, die Familie für Lebenshaltung, Steuern und Zusagen. Ohne Regel entscheidet jedes Jahr neu die Lage des Moments über die Höhe der Ausschüttung.
Optionen
- Feste Ausschüttungsregel mit Bandbreite
- Bedarfsorientierte Ausschüttung nach dem Liquiditätsplan der Familie
- Thesaurierung im Unternehmen mit Mindestausschüttung für Steuern und Lebenshaltung
Welche Risiken trägt die Familie selbst, welche werden begrenzt oder übertragen?
Nicht jedes Risiko muss abgesichert werden, aber jedes sollte bewusst behandelt werden. Die Einordnung zeigt, wo eine Reserve genügt und wo Struktur-, Rechts- oder Versicherungsfragen an zugelassene Fachleute zu übergeben sind.
Optionen
- Selbst tragen und durch eine Reserve abdecken
- Durch Trennung von Vermögensträgern begrenzen, rechtlich und steuerlich geprüft durch zugelassene Partner
- Übertragbarkeit durch die Versicherungsseite prüfen lassen
- Risiko durch Verzicht auf eine Aktivität vermeiden
Wie werden Entscheidungen in der Familie getroffen und kontrolliert?
Mit jeder Generation steigt die Zahl der Beteiligten, während ihre Nähe zum Unternehmen oft sinkt. Klare Regeln verhindern, dass Konflikte über Vermögensfragen das Unternehmen belasten.
Optionen
- Familienverfassung mit Grundsätzen und Rollen
- Vermögensbeirat oder Familiengremium mit Geschäftsordnung
- Richtlinie mit Freigabegrenzen und Berichtspflichten
- Regelmäßige Überprüfung durch unabhängige Dritte
Wann und in welcher Form wird der Vermögensübergang vorbereitet?
Die Wahl zwischen direkter Übertragung, Holding oder Stiftung hängt von der Rolle der nächsten Generation, der Liquidität für Abfindungen und Steuern und dem gewünschten Einfluss ab. Die rechtliche und steuerliche Gestaltung übernehmen zugelassene Partner; die wirtschaftlichen Voraussetzungen werden vorher geklärt.
Optionen
- Frühe, schrittweise Vorbereitung über mehrere Jahre
- Vorbereitung zu einem festgelegten Anlass
- Holding-Architektur bei operativ tätiger Nachfolgegeneration prüfen lassen
- Stiftungslösung bei einer nicht operativ tätigen Familie prüfen lassen
Wie werden Dienstleister und Berichte gesteuert?
Mehrere Banken, Verwahrstellen und Berater liefern unterschiedliche Berichte und verfolgen eigene Interessen. Die Familie braucht eine gemeinsame Sicht und klare Aufträge; die Auswahl konkreter Anbieter oder Produkte gehört nicht zu dieser Leistung.
Optionen
- Einheitliches Berichtsformat für alle Häuser vereinbaren
- Konsolidiertes Reporting auf Familienebene aufbauen
- Aufträge, Kosten und Berichtspflichten jedes Dienstleisters schriftlich festhalten
Werthebel und Messgrößen
Konzentrationen
- Messgröße
- Anteil einzelner Positionen am Gesamtvermögen: Wert der größten Position und der fünf größten Positionen geteilt durch das Nettovermögen zum Stichtag, in Prozent; ergänzend der Anteil, der an einem Unternehmen, einem Standort oder einer Bank hängt
- Wirkung
- Zeigt Abhängigkeiten auf Familienebene. Macht sichtbar, ob eine Konzentration gewollt ist und welche Liquiditätsreserve und Governance sie begleiten sollten.
Liquidität
- Messgröße
- Verfügbare Liquidität im Verhältnis zu Verpflichtungen: frei verfügbare Mittel in EUR geteilt durch die geplanten Abflüsse der nächsten 12 Monate; zusätzlich als Reichweite in Monaten ohne neue Zuflüsse
- Wirkung
- Macht Handlungsspielraum sichtbar. Verhindert, dass Steuerzahlungen, Kapitalabrufe oder ein Ausschüttungsausfall zu Notverkäufen oder teurer Zwischenfinanzierung führen.
Cashflow auf Familienebene
- Messgröße
- Freier Cashflow der Familie in EUR pro Jahr: Ausschüttungen, Mieten und Erträge abzüglich Lebenshaltung, Kosten der Vermögensstruktur, Steuern, Schuldendienst und zugesagter Einzahlungen
- Wirkung
- Zeigt, ob das Vermögen die laufenden Verpflichtungen trägt oder Substanz aufgezehrt wird, und liefert die Grundlage für eine Ausschüttungsregel.
Ertragskraft der Beteiligungen
- Messgröße
- EBITDA je operativer Gesellschaft in EUR pro Jahr sowie Anteil der Ausschüttungen einer Gesellschaft an allen Zuflüssen der Familie in Prozent, jeweils aus Jahresabschluss oder internem Reporting und mit Angabe der Bereinigungen
- Wirkung
- Verbindet Unternehmenserfolg mit Familienliquidität und zeigt, wie stark das private Budget von einer einzelnen Ertragsquelle abhängt.
Kapitalbindung
- Messgröße
- Anteil des Nettovermögens, der innerhalb von 3 und von 12 Monaten ohne wesentliche Abschläge verfügbar wäre, in Prozent; offene Kapitalzusagen in EUR mit erwartetem Abrufzeitraum
- Wirkung
- Trennt tatsächlich verfügbares von gebundenem Vermögen und verhindert, dass Zusagen die verfügbare Liquidität überholen.
Verschuldung und Schuldendienst
- Messgröße
- Schuldendienstdeckung (DSCR) je Vermögensträger als Faktor, Beleihungsquote in Prozent, Anteil variabel verzinster Schulden in Prozent und Fälligkeiten der nächsten 24 Monate in EUR
- Wirkung
- Zeigt frühzeitig Refinanzierungsdruck, den Abstand zu Kreditauflagen und die Wirkung von Zinsänderungen auf die Familienliquidität.
Investitionsbedarf
- Messgröße
- Absehbarer Investitionsbedarf der Vermögensträger in EUR je Jahr, etwa für die Modernisierung von Immobilien, Kapitalerhöhungen oder Nachschüsse, mit Quelle der Schätzung und Zeitraum
- Wirkung
- Verhindert, dass notwendige Investitionen mit Ausschüttungen, Steuern und Entnahmen um dieselbe Liquidität konkurrieren, ohne dass jemand die Reihenfolge festgelegt hat.
Belastbarkeit in Szenarien
- Messgröße
- Veränderung des Nettovermögens in EUR und der Liquiditätsreichweite in Monaten je definiertem Belastungsszenario, jeweils gegenüber dem Basisfall und über einen festgelegten Zeitraum
- Wirkung
- Macht sichtbar, welche Ereignisse die Familie aus eigener Kraft tragen kann und wo vorab Reserven, Regeln oder Absicherungsfragen zu klären sind.
Zeit bis zur Umsetzung
- Messgröße
- Zeit in Wochen vom Auslöser bis zur dokumentierten Entscheidung; Anteil der Vermögensträger mit geregelter Vertretung und dokumentierten Zuständigkeiten in Prozent, erfasst nur als vorhanden oder nicht vorhanden
- Wirkung
- Zeigt, ob die Familie im Ernstfall handlungsfähig bleibt, etwa bei Krankheit, Todesfall oder einer kurzfristigen Finanzierungsfrage.
Steuerbarkeit
- Messgröße
- Anteil des Nettovermögens mit aktuellem Bewertungsstichtag innerhalb des vereinbarten Intervalls in Prozent, Berichtsverzug in Tagen nach Stichtag und Zahl offener Punkte ohne benannte Zuständigkeit
- Wirkung
- Entscheidungen beruhen auf aktuellen und abgestimmten Zahlen; Lücken in Daten und Zuständigkeiten werden messbar statt nur vermutet.
Kosten der Struktur
- Messgröße
- Laufende Kosten der Vermögensstruktur in EUR pro Jahr und in Prozent des Nettovermögens, getrennt nach Verwaltung, Beratung, Verwahrung, Berichtswesen und Personal
- Wirkung
- Ermöglicht den sachlichen Vergleich von Office-Architekturen und Dienstleistern entlang von Kosten, Governance und Diskretion.
Risiken und Frühindikatoren
| Risiko | Frühindikator | Gegenmaßnahme |
|---|---|---|
| RisikoKonzentrationsrisiko | FrühindikatorEin großer Teil des Vermögens hängt an einer Position; ihr Anteil steigt, ohne dass jemand darüber entschieden hat | GegenmaßnahmeRisikoübersicht auf Familienebene; Konzentration als bewusste Entscheidung dokumentieren und mit Liquiditätsreserve, Grenzen und Überprüfungsrhythmus verbinden |
| RisikoUngeregelte Übergabe | FrühindikatorKeine dokumentierte Nachfolgestruktur; ob Vollmachten und Vertretungsregelungen vorliegen, ist nicht bekannt | GegenmaßnahmeNachfolgepfad mit zugelassenen Partnern skizzieren; wirtschaftliche Voraussetzungen wie Liquidität für Abfindungen und Steuern vorab klären |
| RisikoLiquiditätsengpass trotz hohen Vermögens | FrühindikatorDie Liquiditätsreichweite sinkt unter die vereinbarte Mindestgröße; offene Kapitalzusagen übersteigen die frei verfügbaren Mittel; große Zahlungen fallen in denselben Zeitraum | GegenmaßnahmeLiquiditätsplan auf Familienebene mit Mindestreserve, Zahlungskalender und Handlungsschwellen |
| RisikoAbhängigkeit von einer Ertragsquelle | FrühindikatorAusschüttungen einer Gesellschaft schwanken oder stehen wegen des Geschäftsverlaufs in Frage; private Ausgaben orientieren sich an Spitzenjahren | GegenmaßnahmeAusschüttungsregel mit Unternehmen und Gremien abstimmen; das Budget der Familie an einem vorsichtigen Basisfall ausrichten |
| RisikoRefinanzierungs- und Zinsänderungsrisiko | FrühindikatorFälligkeiten ballen sich; der Abstand zu Kreditauflagen schrumpft; der Anteil variabel verzinster Schulden steigt | GegenmaßnahmeFälligkeitenprofil und Belastungsszenarien erstellen; Gespräche mit Finanzierern rechtzeitig vorbereiten |
| RisikoGegenpartei- und Verwahrrisiko | FrühindikatorEin großer Teil der Liquidität oder der Depots liegt bei einem Institut; Berichte verschiedener Häuser sind nicht vergleichbar | GegenmaßnahmeVerteilung nach Gegenparteien in der Risikolandkarte ausweisen und ein einheitliches Berichtsformat vereinbaren; Bewertung und Auswahl konkreter Anbieter bleiben außerhalb dieser Leistung |
| RisikoSchlüsselpersonen- und Governance-Risiko | FrühindikatorEntscheidungen bleiben liegen; das Wissen über Konten, Verträge und Zugänge liegt bei einer Person; Gremien tagen ohne vorbereitete Unterlagen | GegenmaßnahmeZuständigkeiten, Vertretung und Freigabegrenzen dokumentieren; Notfallübersicht, wo welche Unterlagen liegen und wer zuständig ist |
| RisikoHaftungsverbindungen | FrühindikatorPersönliche Bürgschaften, Mithaftungen oder Organfunktionen sind nirgends zusammengefasst; Sicherheiten für Unternehmenskredite stammen aus dem Privatvermögen | GegenmaßnahmeVerbindungen zwischen Unternehmens- und Privatvermögen in der Risikolandkarte ausweisen; rechtliche Bewertung und Absicherung durch Anwälte und die Versicherungsseite |
| RisikoRegulatorische Wertrisiken | FrühindikatorNeue Anforderungen an Energieeffizienz oder Berichtspflichten betreffen Immobilien und Beteiligungen; der daraus folgende Investitionsbedarf ist nicht geplant | GegenmaßnahmeBetroffene Vermögenswerte kennzeichnen und in den Sektoren Immobilien und Energie vertiefen; Investitionsbedarf in den Liquiditätsplan übernehmen |
| RisikoVeraltete oder widersprüchliche Daten | FrühindikatorWerte aus verschiedenen Quellen weichen voneinander ab; Berichte kommen spät; Bewertungen sind älter als vereinbart | GegenmaßnahmeDatenquellen, Stichtage und Verantwortliche festlegen; Abweichungen dokumentiert klären |
| RisikoInteressenkonflikte in der Beratung | FrühindikatorVorschläge kommen ohne Alternativen; Vergütungen sind nicht offengelegt; das Produkt steht vor der Frage | GegenmaßnahmeEntscheidungsvorlagen mit Alternativen und Kriterien; von Anbietern die Offenlegung ihrer Vergütung verlangen |
| RisikoVerlust von Vertraulichkeit | FrühindikatorVermögensdaten werden über ungesicherte Wege versandt; viele Stellen haben Zugriff auf vollständige Übersichten | GegenmaßnahmeVertraulichkeitsvereinbarung vor dem Datenaustausch; Zugriffe auf das Nötige begrenzen; sichere Übermittlungswege nutzen |
Bezüge zu Sektoren und Leistungen
- Zum Thema: ImmobilienImmobilien als Teil des Familienvermögens. Sie binden Kapital, tragen oft einen großen Teil der Finanzierung und reagieren auf Zinsen, Energieanforderungen und Modernisierungsbedarf; Bewertung und Objektstrategie werden im Sektor Immobilien vertieft.
- Zum Thema: EnergieBeteiligungen an Energieprojekten. Sie bringen lange Laufzeiten, regulatorische Abhängigkeiten und eigene Finanzierungsstrukturen mit, die in der Liquiditäts- und Risikoplanung der Familie zu berücksichtigen sind.
- Zum Thema: Tech & GrowthBeteiligungen an Wachstumsunternehmen. Sie sind meist illiquide, mit Fragen zu weiteren Finanzierungsrunden und Verwässerung verbunden und stark von einzelnen Ereignissen abhängig, was Konzentration und Kapitalbindung verändert.
- Zum Thema: M&A & NachfolgeVerkauf oder Übergabe des Familienunternehmens. M&A & Nachfolge bereitet die Transaktion vor; Vermögen & Risiko ordnet ein, was danach mit Liquidität, Konzentration und Zuständigkeiten in der Familie geschieht.
- Zum Thema: Asset ManagementSteuerung einzelner Bestände. Wo die Risikolandkarte Handlungsbedarf bei einzelnen Immobilien oder Portfolios zeigt, übernimmt Asset Management die Steuerung des jeweiligen Bestands.
Vorgehen
- Schritt 1
Vertrauliches Sondieren
Ziele, Vermögensstruktur und offene Themen verstehen. Vor dem Austausch von Unterlagen werden Vertraulichkeit, Beteiligte, Umfang und Leistungsgrenzen vereinbart.
Ergebnis: Gemeinsames Verständnis der Ausgangslage und schriftlich abgestimmter Auftragsumfang
- Schritt 2
Bestandsaufnahme und Risikoanalyse
Vermögen konsolidieren und Risiken auf Familienebene einordnen. Grundlage sind die vorhandenen Unterlagen, ergänzt um Gespräche mit den zuständigen Personen und, soweit freigegeben, mit bestehenden Beratern.
Ergebnis: Memo mit Risikoübersicht, konsolidierte Vermögensübersicht und Risikolandkarte
- Schritt 3
Liquiditäts- und Szenarioanalyse
Die Zahlungsströme der Familie planen und in abgestimmten Belastungsszenarien prüfen. Die Szenarien werden gemeinsam festgelegt, damit sie die tatsächlichen Sorgen der Familie abbilden und nicht nur Standardannahmen.
Ergebnis: Liquiditätsplan, Szenarioübersicht und vorgeschlagene Handlungsschwellen
- Schritt 4
Struktur- und Governance-Optionen
Mögliche Wege zu Struktur, Richtlinien und Zuständigkeiten vergleichen, jeweils mit Voraussetzungen, Aufwand, Folgen und offenen Fragen an Rechts- und Steuerberatung.
Ergebnis: Entscheidungsvorlage mit Alternativen und Kriterien
- Schritt 5
Entscheidung und Übergabe
Die Eigentümer entscheiden. Verträge, Gesellschaftsstrukturen, Steuerfragen sowie Anlage- und Versicherungsthemen werden an die zuständigen, zugelassenen Fachleute übergeben; die Leistung koordiniert die Fragen und Termine.
Ergebnis: Maßnahmenplan mit Zuständigkeiten, Terminen und Übergabeunterlagen
- Schritt 6
Laufende Überprüfung
Vermögensübersicht, Liquiditätsplan und Risikolandkarte werden im vereinbarten Rhythmus und bei Auslösern aktualisiert; Abweichungen werden mit den Zuständigen besprochen.
Ergebnis: Review-Bericht und aktualisierte Entscheidungsgrundlagen
Leistungsrahmen
Leistungsgrenzen
- Keine individuelle Anlageempfehlung und keine Vermittlung von Finanzprodukten im Rahmen dieser Leistung.
- Keine Rechts- oder Steuerberatung; diese übernehmen zugelassene Partner.
- Keine Rendite- oder Sicherheitszusagen.
- Diese Leistung umfasst keine Tätigkeiten, die eine Erlaubnis nach § 34d, § 34f oder § 34h GewO voraussetzen: keine Versicherungsvermittlung, keine Versicherungsberatung, keine Anlagevermittlung, keine Anlageberatung und keine Honorar-Finanzanlagenberatung.
- Kommen solche Tätigkeiten im Einzelfall in Betracht, sind sie nicht Teil dieses Auftrags. Sie setzen einen gesonderten Auftrag auf der jeweils vorgeschriebenen Grundlage voraus, einschließlich der gesetzlichen Informations- und Dokumentationspflichten. Angaben zu den Erlaubnissen der Gesellschaft stehen im Impressum.
- Keine Finanzportfolioverwaltung und keine Vermögensverwaltung: Über Käufe, Verkäufe und die Auswahl einzelner Anlagen, Fonds, Versicherungen oder Anbieter entscheidet die Leistung nicht mit.
- Die Risikolandkarte benennt Fragen an die Versicherungsseite; die Prüfung konkreter Versicherungsverträge auf Deckungslücken ist Versicherungsberatung und nicht Teil dieser Leistung.
- Aussagen zu Holding-, Stiftungs- oder Nachfolgestrukturen beschreiben wirtschaftliche Voraussetzungen und Folgen; rechtliche und steuerliche Ausgestaltung, Verträge, Testamente und Beurkundungen verantworten Rechtsanwälte, Steuerberater und Notare.
- Vollmachten, Testamente, Eheverträge und Gesellschaftervereinbarungen werden nur daraufhin erfasst, ob sie vorliegen; ihr Inhalt wird nicht ausgewertet.
- Keine Prüfung der Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorgaben und keine Bestätigung regulatorischer Konformität.
- Die verlinkten Rechenwerkzeuge liefern Orientierung auf Basis der eingegebenen Annahmen; sie ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.
Entscheidungsrechte
- Über das Vermögen entscheiden die Eigentümer und ihre Gremien.
- AME ordnet ein und bereitet Entscheidungen vor.
- Welche Konzentration bewusst gehalten, welche Reserve gebildet und welche Risiken selbst getragen werden, legen die Eigentümer fest.
- Welche Unterlagen und Informationen an wen gehen, geben die Eigentümer frei; bestehende Berater werden nur nach Freigabe einbezogen.
- Anlage-, Versicherungs-, Rechts- und Steuerentscheidungen treffen die Eigentümer auf Grundlage der Beratung durch die dafür zugelassenen Fachleute, die ihre Arbeitsergebnisse selbst verantworten.
- In Familiengremien, Beiräten oder Stiftungsorganen gelten deren Satzung und Geschäftsordnung; AME wirkt dort beratend mit und übernimmt keine Organfunktion.
- Über die Auswahl und Beauftragung von Dienstleistern entscheiden die Eigentümer.
Benötigte Informationen
- Vermögensstruktur und Ziele
- Erträge, Kosten und Verpflichtungen
- Liquiditätsplanung
- Bestehende Richtlinien und Zuständigkeiten
- Übersicht der Gesellschaften, Beteiligungen und Vermögensträger mit Beteiligungsquoten
- Vermögensaufstellung mit Stichtag, Bewertungsgrundlage und Quelle je Position
- Verbindlichkeiten mit Fälligkeiten, Verzinsung, Sicherheiten und Kreditauflagen
- Offene Kapitalzusagen, Bürgschaften und sonstige Eventualverpflichtungen
- Jahresabschlüsse oder internes Reporting der operativen Gesellschaften sowie die Ausschüttungshistorie
- Absehbare Ereignisse der nächsten Jahre, etwa Verkauf, Nachfolge, größere Investitionen oder Steuerzahlungen
- Übersicht bestehender Versicherungen nach Art und Versicherer, ohne Vertragsprüfung
- Angabe, ob Vollmachten, Testamente, Gesellschaftervereinbarungen oder eine Familienverfassung vorliegen, ohne deren Inhalt
- Liste der beteiligten Berater und Dienstleister mit ihrer Rolle
Arbeitsergebnisse
- Konsolidierter Vermögensüberblick
- Risikoübersicht auf Familienebene
- Skizze möglicher Strukturen und nächster Schritte
- Risikolandkarte mit Konzentrationen, Abhängigkeiten und Frühindikatoren
- Memo und Übersichtsgrafik zur Vorlage in Beirat oder Familiengremium
- Liquiditätsplan auf Familienebene mit Zahlungskalender und Mindestreserve
- Szenarioübersicht mit Wirkung auf Liquidität, Schuldendienst und Nettovermögen
- Entscheidungsvorlage zu Struktur und Governance mit Alternativen, Kriterien und offenen Fragen an Fachleute
- Maßnahmenplan mit Zuständigkeiten und Übergabeunterlagen für Rechts-, Steuer-, Versicherungs- und Anlagespezialisten
- Notfallübersicht: wo welche Unterlagen liegen und wer im Verhinderungsfall zuständig ist
- Review-Bericht im vereinbarten Rhythmus
Wenn eine Ertragsquelle ausfällt: Liquidität auf Familienebene
Hypothetisches Rechenbeispiel mit frei gewählten, runden Modellwerten ohne Bezug zu einer Familie oder einem Mandat
- Methode
- Statische, nicht diskontierte Liquiditätsrechnung auf Familienebene: Anfangsbestand plus geplante Zuflüsse minus geplante Abflüsse ergibt den Bestand am Periodenende. Verglichen werden ein Basisfall und ein Belastungsszenario, in dem die Ausschüttung des Familienunternehmens ausfällt und der Schuldendienst steigt. Die Reichweite ergibt sich aus dem Anfangsbestand geteilt durch die durchschnittlichen monatlichen Abflüsse.
- Zeitraum
- 12 Monate ab Stichtag, Betrachtung zum Periodenende.
| Position | Wert | Einheit |
|---|---|---|
| Frei verfügbare Liquidität zu Beginn | 2.000.000 | EUR |
| Geplante Zuflüsse | 1.600.000 | EUR in 12 Monaten |
| Geplante Abflüsse | 2.400.000 | EUR in 12 Monaten |
| Liquidität am Periodenende im Basisfall (2.000.000 + 1.600.000 - 2.400.000) | 1.200.000 | EUR |
| Reichweite ohne jeden Zufluss (2.000.000 geteilt durch 200.000 Abfluss je Monat) | 10 | Monate |
| Anteil der Ausschüttung an allen Zuflüssen (1.200.000 geteilt durch 1.600.000) | 75 | Prozent |
| Liquidität am Periodenende im Belastungsszenario (2.000.000 + 400.000 - 2.500.000) | -100.000 | EUR |
| Lücke zur Mindestreserve von 500.000 EUR im Belastungsszenario | 600.000 | EUR |
Annahmen
- Frei verfügbare Liquidität zu Beginn: 2.000.000 EUR
- Geplante Zuflüsse: Ausschüttung des Familienunternehmens 1.200.000 EUR, Mieteinnahmen nach Bewirtschaftungskosten 400.000 EUR
- Geplante Abflüsse: Lebenshaltung und Kosten der Vermögensstruktur 600.000 EUR, Steuerzahlungen 600.000 EUR, Schuldendienst 400.000 EUR, Kapitalabrufe aus bestehenden Zusagen 800.000 EUR
- Belastungsszenario: Die Ausschüttung entfällt vollständig, der Schuldendienst steigt durch höhere Zinsen um 100.000 EUR, alle übrigen Werte bleiben unverändert
- Die Familie hat eine Mindestreserve von 500.000 EUR als Regel festgelegt
- Unterjährige Zahlungszeitpunkte, Erträge auf die Liquidität, Wertänderungen und steuerliche Wechselwirkungen bleiben unberücksichtigt
Grenzen
Das Beispiel zeigt nur die Logik: Auch ein Nettovermögen, das die Liquidität um ein Vielfaches übersteigt, schützt nicht vor einem Engpass, wenn drei Viertel der Zuflüsse aus einer Quelle stammen und Zusagen fest eingeplant sind. Es trifft keine Aussage über eine bestimmte Familie, über Steuern oder über angemessene Reserven. Ob die Lücke durch eine höhere Reserve, eine andere Terminierung von Zusagen, einen Finanzierungsrahmen oder eine Ausschüttungsregel geschlossen wird, entscheiden die Eigentümer; Anlage-, Finanzierungs- und Steuerfragen klären sie mit den dafür zugelassenen Fachleuten.
Vertiefungen
Bestehende Seiten zur Leistung. Einige Einstiege sind bisher knapp oder gehören fachlich zu einer anderen Leistung; sie sind hier nach ihrer Rolle für Vermögen & Risiko eingeordnet. Die Rechenwerkzeuge liefern Orientierung auf Basis der eingegebenen Annahmen und ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.
- Family OfficesDie Zielgruppenseite für Family Offices, mit Schwerpunkt auf der Substanz von Immobilienbeständen über Generationen.Seite öffnen
- Holding Wealth ShieldWerkzeug zur Einordnung von Holding-Strukturen.Seite öffnen
- Risikolandkarte (Risk Envelope) (Seite im Ausbau)Einstieg zur Risikolandkarte mit Exposure, Haftung, Liquidität, Konzentration, Nachfolge und Governance. Die Seite befindet sich im Ausbau; die Inhalte dieses Profils bilden ihre fachliche Grundlage.Seite öffnen
- Vermögens- und KomplexitätsprofilAnonyme Selbsteinschätzung zu Struktur, Liquiditätsereignissen, Reporting und Betreuungsbedarf, als Vorbereitung auf ein Gespräch.Seite öffnen
- Cashflow-RechnerMehrjährige Cashflow-Planung und das frühe Erkennen von Liquiditätsengpässen.Seite öffnen
- DSCR- und Leverage-StresstestSchuldendienstfähigkeit von Vermögensträgern unter Zins- und Cashflow-Szenarien.Seite öffnen
- Executive-Szenario-SimulatorSzenarien mit Wert- und Cashwirkung durchspielen, als Ergänzung zur Szenarioanalyse auf Familienebene.Seite öffnen
- Working-Capital-SimulatorWie viel Liquidität in operativen Gesellschaften gebunden ist, bevor sie als Ausschüttung zur Verfügung steht.Seite öffnen
- Nachfolge-Steuer-RechnerOrientierung zur Liquiditätswirkung von Erbschaft- und Schenkungsteuer beim Vermögensübergang; die steuerliche Beurteilung bleibt bei der Steuerberatung.Seite öffnen
- Zinsschranken-SimulatorOrientierung, ab welchem Fremdkapitaleinsatz die Zinsschranke die Abzugsfähigkeit von Zinsen begrenzt; die steuerliche Beurteilung bleibt bei der Steuerberatung.Seite öffnen
- Portfolio-M&A für Family OfficesKäufe und Verkäufe von Beteiligungen aus Sicht eines Family Office. Die Transaktion führt M&A & Nachfolge, hier wird ihre Wirkung auf das Familienvermögen eingeordnet.Seite öffnen
- Nachfolge-ZeitplanZeitliche Planung einer Unternehmensübergabe, als Werkzeug der Leistung M&A & Nachfolge.Seite öffnen
- Governance FrameworkGremien und Entscheidungsrechte im Unternehmen, an die die Governance der Familie anknüpft.Seite öffnen
- ESG-ReportingBerichtspflichten und Taxonomiefragen, die auf Beteiligungen und Immobilien im Familienvermögen wirken.Seite öffnen
- Asset ManagementDie Leistung für die Steuerung einzelner Bestände.Seite öffnen
Methodik und Nachweise
Nur bereits veröffentlichte Inhalte. Angaben zu Erlaubnissen stehen auf der Hub-Seite selbst und im Impressum. Die verlinkten Seiten beschreiben Vorgehen, Qualitätsanspruch, Begriffe und Pflichtangaben; sie sind keine Wirkungsnachweise für einzelne Mandate. Kennzahlen erscheinen erst mit Beleg.
Häufige Fragen
Gibt AME im Rahmen dieser Leistung Anlageempfehlungen?
Nein. Die Leistung ordnet Vermögens- und Risikofragen strategisch ein, ohne individuelle Anlageempfehlung. Sie beschreibt Struktur, Liquidität, Konzentrationen und Szenarien und bereitet Entscheidungen vor; die Auswahl einzelner Anlagen, Fonds oder Versicherungen gehört nicht dazu.
Wie verhält sich die Leistung zu den Erlaubnisangaben im Impressum?
Das Impressum nennt die Erlaubnisse der Gesellschaft. Die Leistung Vermögen & Risiko umfasst keine Tätigkeiten, die eine solche Erlaubnis voraussetzen, also weder Versicherungs- noch Anlagevermittlung oder -beratung. Kommen solche Tätigkeiten in Betracht, werden sie gesondert, auf der dafür vorgeschriebenen Grundlage und mit den gesetzlichen Informationen vereinbart.
Worin unterscheidet sich die Leistung von Vermögensverwaltung oder Versicherungsvermittlung?
Vermögensverwalter entscheiden über Anlagen, Versicherungsvermittler vermitteln Verträge. Vermögen & Risiko tut beides nicht, sondern betrachtet die Gesamtstruktur des Vermögens mit Liquidität, Konzentrationen, Haftungsverbindungen und Governance. Das Ergebnis sind Entscheidungsgrundlagen und klar zugeschnittene Fragen an die zuständigen Fachleute.
Für wen ist die Leistung gedacht?
Für Unternehmer mit komplexer Vermögensstruktur, Family Offices und vermögende Familien, Nachfolger in Familienunternehmen, Stiftungsvorstände sowie Geschäftsführer und Gesellschafter, deren Privatvermögen mit Unternehmensrisiken verbunden ist.
Was bedeutet Risiko auf Familienebene?
Risiken werden nicht je Konto oder je Gesellschaft betrachtet, sondern im Zusammenspiel: Hängen Einkommen, Vermögen und Sicherheiten am selben Unternehmen, oder fallen große Zahlungen in denselben Zeitraum, entsteht ein Risiko, das in keinem Einzelbericht sichtbar wird. Die Risikolandkarte führt diese Verbindungen zusammen.
Welche Unterlagen brauchen Sie für den Anfang?
Für ein erstes Gespräch genügt eine grobe Übersicht über Gesellschaften, wesentliche Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und anstehende Ereignisse. Die Bestandsaufnahme vervollständigt die Datenlage schrittweise. Bei Vollmachten, Testamenten oder Gesellschaftervereinbarungen wird nur erfasst, ob sie vorliegen.
Wie vertraulich wird gearbeitet?
Vor dem Austausch von Unterlagen wird eine Vertraulichkeitsvereinbarung geschlossen. Zugriffe werden auf die Beteiligten begrenzt, und Informationen gehen nur nach Freigabe an Dritte. Referenzen werden nicht ohne ausdrückliche Zustimmung genannt.
Wie oft sollte die Vermögensstruktur überprüft werden?
Der Rhythmus wird im Auftrag vereinbart, üblich ist eine regelmäßige Überprüfung, etwa einmal jährlich. Zusätzlich lohnt eine anlassbezogene Überprüfung bei Nachfolge, Verkauf, Zukauf, größerer Finanzierung, Änderungen in der Familie oder deutlichen Marktverschiebungen.
Arbeitet AME mit bestehenden Beratern zusammen?
Ja, soweit die Eigentümer das freigeben. Banken, Vermögensverwalter, Steuerberater, Anwälte und Notare behalten ihre Aufgaben und Verantwortung; die Leistung sorgt für eine gemeinsame Datengrundlage und klar formulierte Fragen an die jeweiligen Fachleute.
Wie lange dauert eine erste Bestandsaufnahme?
Das hängt von der Zahl der Vermögensträger, der Datenlage und der Verfügbarkeit der Beteiligten ab. Der Zeitplan wird nach dem Sondierungsgespräch im Auftrag festgelegt; eine pauschale Dauer lässt sich seriös nicht zusagen.
Ersetzen die verlinkten Rechenwerkzeuge eine Beratung?
Nein. Die Werkzeuge rechnen mit den eingegebenen Annahmen und geben Orientierung. Sie ersetzen weder die Einordnung im Gesamtzusammenhang noch eine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.
Sondieren Sie diskret in einem strukturierten Gespräch.
60 Minuten unter striktem NDA. Wir hören zu, verstehen die Familie und zeigen, ob ein Mandat trägt: ohne Kosten und ohne Folgeverpflichtung.